Buchpräsentation: Wolfgang Freitag: Der Fall Karl Horvath PDF Print E-mail

Ein Loipersdorfer „Zigeuner“ vor dem Linzer Volksgericht

Do, 29. 11. 2018, 18.30 Uhr
ÖGB-Buchhandlung
Rathausstraße 21, 1010
Eingang Universitätsstraße

Der Journalist und Buchautor Wolfgang Freitag hat sich in seinem jüngsten Werk, vor Kurzem im Mandelbaum Verlag erschienen, einem noch wenig aufgearbeiteten Kapitel der österreichischen Nachkriegsgeschichte gewidmet.
Das Schicksal des aus Loipersdorf, Burgenland, gebürtigen Rom Karl Horvath reflektiert nicht nur viele der Verwerfungen in den ersten Jahrzehnten nach dem Untergang der Habsburgermonarchie, sondern auch die Kontinuität der Verfolgung und Kriminalisierung, der die Volksgruppe der ­Roma in jenen Tagen ausgesetzt war – und gerade dieser Tage von Neuem ausgesetzt ist: 1939 als „Asozialer“ nach Dachau deportiert, 1945 aus dem KZ Mauthausen/ Gusen befreit, 1946 als vermeintlicher Kriegsverbrecher angeklagt, 1948 vom Linzer Volks­gericht verurteilt, 1952 in einer Wiederaufnahme des Verfahrens freigesprochen, doch gezeichnet für den Rest seines – kurzen – Lebens.
Horvaths Kampf um Rehabilitierung, sein anschließendes Ringen um Entschädigung wie die Erinnerungen an ihn in einer Familie, in der er nach seinem Freispruch und bis zu seinem Tod 1971 Aufnahme fand, vervollständigen ein Lebensbild, das singuläre Einblicke in die Welt der unmittelbaren Nachkriegsjahre bietet und gleichzeitig paradigmatisch für Österreichs 20. Jahr­hundert stehen kann.

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„Spuren des Widerständigen. Forschung für Emanzipation und Demokratie. Eine Festschrift für Erika Thurner“ PDF Print E-mail
Der Band versammelt Beiträge von Angelica Bäumer, Erich Hackl, Elisabeth Hussl und Beate Eder-Jordan, Heinrich Neisser, Helga Embacher, Karin Liebhart, Anton Pelinka,
Helga Amesberger und Brigitte Halbmayr, Reinhold Gärtner und Alexandra Weiss.

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STIMME Nr. 107: Gleiche unter Gleichen PDF Print E-mail

STIMME Nr. 107/Sommer 2018:
Gleiche unter Gleichen. 100 Jahre allgemeines Wahlrecht für Frauen


Mit Ende des Ersten Weltkrieges und Ausrufung der Republik im Jahr 1918 wurde in Österreich auch das allgemeine Wahlrecht für Frauen beschlossen — mıt Ausschluss der Prostituierten bis 1923. Zur Beobachtung des weiblichen Wahlverhaltens waren zunächst bis 1931 für Wählerinnen verschiedenfarbige Kuverts vorgesehen – ein Vorgehen, das von 1954 bis 1996 bei Landtags- bzw. Gemeinderatswahlen in Wien praktiziert wurde.
Hundert Jahre und zahlreiche frauenpolitische Fort- und Rückschritte später ist das Jubiläumsjahr 2018 von einem massiven Aufschrei über Sexismus geprägt. Unter dem Hashtag #MeToo, das übrigens zehn Jahre zuvor von der afroamerikanischen Aktivistin Tarana Burke initiiert wurde, berichten auf sozialen Medien zahlreiche Frauen über erlebte sexuelle Belästigung in Politik, Sport, Kunst sowie in weniger prominenten beruflichen Feldern. Gleichzeitig ist seit 2017 – zwanzig Jahre nach dem ersten Frauenvolksbegehren mit 650.0000 Unterschriften und kaum Konsequenzen – ein neues gestartet worden. Das aktuelle Frauen*Volksbegehren – ein Zusammenschluss aus über 70 Frauenorganisationen – fordert unter anderem, dass Frauen den Platz an den Entscheidungstischen bekommen, der ihnen zusteht. Ein kleiner und doch bedeutsamer Unterschied zu 1997: Das Frauen*Volksbegehren arbeitet explizit mit einem inklusiven Frauenbegriff, der neben Cis-Frauen auch Trans-Frauen, nicht-binäre Frauen und Interpersonen umfasst.

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Ab 4. Oktober ist wieder Donnerstag PDF Print E-mail

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Wittgenstein Preis 2018 geht an Ursula Hemetek PDF Print E-mail

Wir gratulieren ganz herzlich und freuen uns mit Uschi Hemetek!
Die Wittgenstein-Preise 2018 gehen an die Ethnomusikologin Ursula Hemetek (ehemalige Obfrau der Initiative Minderheiten) sowie den Informatiker und Mathematiker Herbert Edelsbrunner.

 
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