Eröffnung
Eva-Maria Holzleitner | Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Volksgruppengesetz | ljet Zakona o narodni grupa | berscha flogoskero grupnengero tschatschipe | rokov Zákona o národnostných skupinách obletnica Zakona o narodnih skupnostih | let Zákona o národnostních menšinách | éves a Népcsoporttörvény
Die Initiative Minderheiten und das Haus der Geschichte Österreich laden ein zu einer Veranstaltung anlässlich des 50. Jubiläums der Unterzeichnung des Volksgruppengesetzes am 7. Juli 1976. Bis heute bildet es gemeinsam mit Artikel 7 des Staatsvertrags die rechtliche Grundlage für die österreichischen Volksgruppen. Demnach sind die kroatische, slowakische, slowenische, tschechische und ungarische Minderheit sowie seit 1993 die Volksgruppe der Rom*nja in Österreich offiziell anerkannt.
Die Veranstaltung diskutiert die Entstehungsgeschichte des Volksgruppengesetzes, zeigt, wie rechtliche Regelungen zu Sprache, Topografie und Förderung entstanden sind und thematisiert den langwierigen Kampf der Rom*nja um offizielle Anerkennung als Volksgruppe, sowie die aktuellen Bemühungen der Jenischen.
Vor dem Hintergrund jüngster Entwicklungen – wie der Polizeimaßnahme am Gedenkort Peršmanhof, der Beschmierungen von zweisprachigen Ortstafeln in Kärnten/Koroška und im Burgenland/Gradišće, sowie der aktuellen Novellierung des Gesetzes im Juli 2026, werden historische Perspektiven mit gegenwärtigen Debatten verbunden. Dabei wird die Frage aufgeworfen, wie eine moderne und zukunftsorientierte Volksgruppenpolitik aussehen könnte.
PROGRAMM
Begrüßung
Monika Sommer | Gründungsdirektorin, Haus der Geschichte Österreich (hdgö)
Cornelia Kogoj | Initiative Minderheiten
Eröffnung
Eva-Maria Holzleitner | Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung
Zum Projekt „Weil die ja nie zufrieden sind“
Laura Darvas, Ana Grilc und Lydia Novak
Keynote: „Vom Nationalitäten- zum Volksgruppenrecht – historische Zäsuren“
Ilse Reiter-Zatloukal | Professorin am Institut für Rechts- und Verfassungsgeschichte an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien
Statements zur Frage „Was braucht es für eine zeitgemäße Volksgruppenpolitik?“
Tereza Grandits | Hrvatske Novine
Mirjam Karoly | Romano Centro
Richard Basler | Kulturklub der Tschechen und Slowaken in Österreich/ Kulturní klub Čechů a Slováků v Rakousku
Simone Schönett | Schriftstellerin und jenische Aktivistin
Rudi Vouk | Jurist und Autor von „50 Jahre Volksgruppengesetz – und noch immer keine Lösung“
Andrea Seidler | Zentralverband Ungarischer Vereine und Organisationen in Österreich/ Ausztriai Magyar Egyesületek és Szervezetek Központi Szövetsége
Moderation: Jessica Beer | Initiative Minderheiten
Um Anmeldung wird gebeten: HIER
Die Veranstaltung ist der Auftakt einer gleichnamigen Ausstellung, die ab 20. November im Museum Niederösterreich – Haus der Geschichte, St. Pölten gezeigt wird.
Ein Projekt der Initiative Minderheiten in Kooperation mit dem Museum Niederösterreich – Haus der Geschichte, dem kärnten.museum und dem 10. Bundesland – Die Grünen
Die Auftaktveranstaltung wird gefördert aus Mitteln des BMFWF – Abt. Erwachsenenbildung
Die Ausstellung und das Rahmenprogramm in St. Pölten werden gefördert aus Mitteln von:
Zukunftsfonds der Republik Österreich, Bundeskanzleramt – Abt. Volksgruppen, BMWKMS – Abt. Kulturinitiativen, Slowenisches Kulturinformationszentrum – SKICA WIEN
Auftaktveranstaltung:
Dienstag, 27. Oktober 2026, 18:00 – 20:30 Uhr
Haus der Geschichte Österreich (hdgö), Wien
Ausstellungseröffnung:
Donnerstag, 19. November 2026, 18:30 Uhr
Museum Niederösterreich – Haus der Geschichte, St. Pölten
Ausstellungszeitraum: 20.11.2026 – 28.02.2027
Kuratorinnen: Ana Grilc, Laura Darvas, Cornelia Kogoj, Lydia Novak
Gestaltung: koerdtutech (Irina Koerdt, Sanja Utech)
Grafik: Larissa Cerny
Intro-Video: Marie Köhler, Carolin Köhler










Vladimir Wakounig, Univ.-Prof. in Klagenfurt-Celovec. Kärntner Slowene. Studium der Katholischen Theologie sowie der Erziehungswissenschaft, Publizistik und Soziologie. Schwerpunkte: Interkulturelle Bildung, zwei- und mehrsprachige Schul- und Bildungssysteme, antirassistische Erziehung, Minderheitenforschung. Entwicklung und wissenschaftliche Begleitung zweisprachiger Unterrichtsmodelle; zahlreiche einschlägige Publikationen. (Obmann der Initiative Minderheiten)
Jessica Beer, geboren 1966 in Wien, Studium der Philosophie, Germanistik und Vergleichenden Literaturwissenschaft in Wien und Paris. Seit 1990 Arbeit als Lektorin, Übersetzerin sowie in Kommunikation und PR in Verlag, Theater und Museum, 2000-2003 an der Akademie der bildenden Künste Wien verantwortlich für Öffentlichkeitsarbeit und Ausstellungen, 2003-2011 in den Büchereien Wien. Leiterin des Veranstaltungsprogramms (u.a. Mitarbeit an „Gastarbajteri“ in der Hauptbücherei) und Mitbegründerin der Interkulturellen Bibliotheksarbeit, derzeit Programmleiterin für Literatur im Residenz Verlag. (Obmannstellvertreterin)
Peter Schwarz, seit 1972 aktiv in jüdischen (Jugend-) Organisationen. 1996/97 Referent im Grünen Parlamentsklub mit dem Schwerpunkt Aufarbeitung der Folgen der Verfolgung von Menschen durch das NS-Regime. Zwischen 1978-1995 zum Teil selbstständige unternehmerische Tätigkeit in der Privatwirtschaft. Von 1996 bis 2021 Teil des Leitungsteams des Psychosozialen Zentrums ESRA, ab 1999 als Geschäftsführer. (Kassier)
Peter Grusch, gepr. Bilanzbuchhalter; lange Jahre verantwortlich für Rechnungswesen und Lohnverrechnung in der Evangelischen Diakonie Wien, NÖ und Bgld; seit 1.10.2005 nach 47 Berufsjahren „sozialschmarotzender“ Frühpensionist. (Kassierstellvertreter)
Jana Sommeregger, geb. in Klagenfurt/Celovec. Studium der Germanistik und Theater, Fim- und Medienwissenschaft in Wien. Tätigkeit als Referentin im Bereich Leseförderung und Literaturvermittlung, Alumna von Teach For Austria und Lehrerin in Wien. (Schriftführerin)
Emina Adamović, geboren 1985 in Kladovo/Serbien, lebt seit 1996 in Wien. Hat Politikwissenschaften in Wien studiert. Ehemalige Redakteurin des Wiener Stadtmagazins Biber. Seit 2008 Mitglied des Vorstandes der Initiative Minderheiten. Veröffentlichte mehrere Artikel zu Themen der Integration und Migration in Österreich in diversen österreichischen Zeitschriften. Seit 2014 tätig im Konfliktmanagement für die Stadt Wien. (Schriftführerinstellvertreterin)
Eric Bayala, Studium „Nonprofit-, Sozial- und Gesundheitsmanagement“ am Management Center Innsbruck (MCI). 2023 Abschluss des PhD-Studiums am Institut für Soziologie der Universität Innsbruck. Berater im Rahmen des Projektes „Anlaufstelle für Personen mit im Ausland erworbenen Qualifikationen“ am Zentrum für Migrantinnen und Migranten in Tirol (ZeMiT). Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der Universität Innsbruck. Lehrbeauftragter an verschiedenen Universitäten in Österreich, Italien und Burkina Faso. Schriftsteller, Musiker und Regisseur von acht Dokumentarfilmen.
Danijela Cicvarić, geboren 1979 in Šabac (Serbien), lebt seit 2001 in Wien. Sie absolvierte ihr Studium der Sozialen Arbeit und ist seit 2013 beim Wiener Verein Romano Centro tätig, zunächst als Sozialarbeiterin und seit 2020 in der Leitungsposition. Ihr Fokus liegt auf der Unterstützung von Rom*nja, der Stärkung von Frauenrechten und der Förderung marginalisierter Gruppen in Österreich.
Vlatka Frketić, Erwachsenenbildnerin und Aktivistin. Sie arbeitet seit vielen Jahren für verschiedene Organisationen als Workshop-Leiterin zu Themen wie Migration, Rassismus, Diversität, Queerness, Mehrsprachigkeit u.a. Seit einigen Jahren beschäftigt sie sich intensiv mit Schreiben und Sprache als Ermächtigungsinstrumente.
Hakan Gürses, geb. 1961 in Istanbul, lebt seit 1981 in Wien. Studium der Philosophie und Theaterwissenschaft in Wien. Wissenschaftlicher Leiter der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB). Von 1993 bis 2008 Chefredakteur der Zeitschrift Stimme von und für Minderheiten. 1997–2011 Lektor und Gastprofessor für Philosophie an der Universität Wien sowie weitere Lehraufträge an verschiedenen Unis. Website
Karin Lehner, geboren 1958 in Tragwein/OÖ. Studium der Zeitgeschichte an der Uni Wien. Beruflich lange in der Redaktion Radiokolleg von Ö1 tätig. 2007 Radiopreis der österreichischen Erwachsenenbildung in der Sparte Information für die Ö1-Sendereihe „Jenische Reminiszenzen – Die Geschichte einer Minderheit“. 2008 Medienpreis des Österreichischen Zivil-Invalidenverbandes für die Sendereihe „Inselbegabte. Autismus im Wandel.“ Derzeit Forschung zur (Verfolgungs-)Geschichte von Jenischen in der Zeit des Nationalsozialismus in Ostösterreich.
Lydia Novak, geb. in Beč/Wien, burgenländisch-kroatische Wienerin. Studium der Theater, Film- und Medienwissenschaft, Vergleichenden Literaturwissenschaft und Austrian Studies in Wien. Seit vielen Jahren in div. Volksgruppen-Organisationen engagiert, schreibt mehrsprachig an, in und über Sprache, Kultur, Film und Theater. Seit 2020 freischaffend.
Gerd Valchars, Politikwissenschafter in Wien mit den Schwerpunkten österreichische Regimelehre, Citizenship und Migration, lehrt an den Universitäten Wien und Klagenfurt, der Fachhochschule Campus Wien und am Institute of European Studies, Vienna. Länderexperte Österreich des Global Citizenship Observatory am Europäischen Hochschulinstitut (EUI) Florenz. Website & Twitter
Stefan Vater, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Pädagogischen Arbeits- und Forschungsstelle (PAF) des Verbandes Österreichischer Volkshochschulen. Seit Herbst 2008 Lehrbeauftragter an der Universität Wien und seit 2006 Lehrbeauftragter an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung/Linz.
Angela Wieser, Studium der Politikwissenschaft. Hat zusätzlich das Europäische Master-Programm zu Human Rights and Democracy absolviert. Inhaltliche Schwerpunkte: Demokratietheorien, Partizipationsprozesse und Europäische Integration. Arbeitserfahrungen an der Uni Wien, im EU Parlament und bei der OSZE. Seit 2014 Mitarbeiterin bei EDUCULT. Dort zuständig für europäische Kooperationsprojekte, vor allem im Bereich der kulturellen Teilhabe und Diversität im Kulturbereich.
Alexandra Bröckl, geb 1985 in Innsbruck. Studium der Europäischen Ethnologie / Volkskunde an den Universitäten Innsbruck und Wien. Seitdem Mitarbeiterin in verschiedenen Kulturinitiativen (TKI/IG Kultur Tirol, Österreichischer Filmpreis, Festival Wienwoche, usw.). Aktuell in der Arbeitsmarktforschung mit Schwerpunkt Digitalisierung und Arbeitswelt und Kulturvermittlerin am Volkskundemuseum Wien.
Lisa Gensluckner
Franz Ellinger †
Ursula Hemetek
Franz Josef Huainigg
Ilija Jovanović †
Alev Korun
Gerald Nitsche
Michael Oertl
Helga Pankratz †
Waltraud Riegler
Erwin Riess †
Hermann Rothe
Franjo Schruiff
]]>
Chefredakteurin: Gamze Ongan
Gestaltung: Fatih Aydoğdu
Lektorat: Dan Müller
Wir freuen uns über jedes neue Abonnement
Aboservice: abo(at)initiative.minderheiten.at
Abopreise:
Jahresabo: € 30,- // Zwei-Jahresabo: € 50,-
]]>Auftaktveranstaltung zur Ausstellung: „Weil die ja nie zufrieden sind“ – 50 Jahre Volksgruppengesetz
Di, 27.10.2026 | 18:00 Uhr | hdgö – Haus der Geschichte Österreich, Neue Burg, Heldenplatz, 1010 Wien

Die Initiative Minderheiten und das Haus der Geschichte Österreich laden ein zu einer Veranstaltung anlässlich des 50. Jubiläums der Unterzeichnung des Volksgruppengesetzes am 7. Juli 1976. Bis heute bildet es gemeinsam mit Artikel 7 des Staatsvertrags die rechtliche Grundlage für die österreichischen Volksgruppen.
Eröffnung: Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung
In Kooperation mit: hdgö – Haus der Geschichte Österreich
Gefördert von: BMFWF – Abt. Erwachsenenbildung
NOVEMBER 2026
Ausstellungseröffnung: „Weil die ja nie zufrieden sind“ – 50 Jahre Volksgruppengesetz
Do, 19.11.2026 | 18:30 Uhr | Museum Niederösterreich, Haus der Geschichte, Kulturbezirk 5, 3100 St. Pölten
Ausstellungslaufzeit: 20.11.2026 – 28.02.2027

Die Wanderausstellung „Weil die ja nie zufrieden sind“ – 50 Jahre Volksgruppengesetz beleuchtet die Entwicklung und aktuellen Herausforderungen der österreichischen Volksgruppenpolitik. Ausgangspunkt ist das 1976 beschlossene Volksgruppengesetz als zentrale Rechtsgrundlage für anerkannte Minderheiten. Thematisiert werden rechtliche Regelungen, der lange Kampf der Rom*nja um Anerkennung sowie der Ausschluss weiterer Gruppen.
Vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen – wie der Polizeimaßnahme am Gedenkort Peršmanhof, der Beschmierungen von zweisprachigen Ortstafeln in Kärnten/Koroška und im Burgenland/Gradišće/Őrvidék sowie der aktuellen Novellierung des Gesetzes – werden historische Perspektiven mit gegenwärtigen Debatten verbunden. Dabei wird zudem die Frage aufgeworfen, wie eine moderne und zukunftsorientierte Volksgruppenpolitik aussehen könnte.
In Kooperation mit: Museum Niederösterreich, Haus der Geschichte, kärnten.museum und 10. Bundesland – Die Grünen
Gefördert von: Zukunftsfonds der Republik Österreich, Bundeskanzleramt – Abt. Volksgruppen, BMWKMS – Abt. Kulturinitiativen
Festveranstaltung: „Visionär*innen und Pionier*innen“ anlässlich 35 Jahre Initiative Minderheiten und 30 Jahre Wiener Integrationspolitik
So, 29.11.2026 | 16:00 Uhr | Wappensaal des Wiener Rathauses, Friedrich-Schmidt-Platz 1, 1010 Wien

Die Stadt Wien – Integration und Diversität und die Initiative Minderheiten laden ein zur Festveranstaltung: „Visionär*innen und Pionier*innen“ anlässlich 35 Jahre Initiative Minderheiten und 30 Jahre Wiener Integrationspolitik
Ein Abend zum Feiern, Vernetzen und Danke sagen – für die Unterstützung und das Vertrauen über all die Jahre
DEZEMBER 2026
50 Jahre Volksgruppengesetz – Workshops, Ausstellungsführung und Präsentation von Unterrichtsmaterialien
Termin: 14. Dezember 2026, 16:00 bis 18:45 Uhr
Eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung „Was wir fordern!
Minderheitenbewegungen in Österreich“ und des Jahresschwerpunkts „50 Jahre
Volksgruppengesetz – Nationale Minderheiten in Österreich“.
Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Volksgruppengesetzes, das neben Artikel 7 des
Staatsvertrags von 1955 bis heute die zentrale rechtliche Grundlage der österreichischen
Minderheitenpolitik bildet, laden die Pädagogische Hochschule Wien, die Initiative Minderheiten,
ERINNERN:AT und die BAfEP Wien 10 zu einem Nachmittag mit Workshops, Ausstellungsführung
und Austausch ein.
Im Mittelpunkt stehen aktuelle Fragestellungen zu Minderheitenrechten in Österreich. Junge
Angehörige österreichischer Volksgruppen und Minderheiten vermitteln historische Zusammenhänge,
zeigen Kontinuitäten von Ausgrenzung und Anerkennung auf und diskutieren gegenwärtige
Herausforderungen. Die Workshops finden im Rahmen der Wanderausstellung „Was wir fordern!
Minderheitenbewegungen in Österreich“ statt. Unterrichtsmaterialien zum Thema werden
von ERINNERN:AT Wien präsentiert und werden interessierten Pädagog:innen zur Verfügung gestellt.
Veranstaltungsorte:
Workshops (16:00–17:30 Uhr)
Pädagogische Hochschule Wien
Grenzackerstraße 18, 1100 Wien
Ausstellungsführung und Abschlussprogramm (17:45–18:45 Uhr)
BAfEP Wien 10
Ettenreichgasse 45c, 1100 Wien
Workshop 1 „Warum ist der Peršmanhof ein so wichtiger Ort für die Kärntner Slowen:innen?“

16:00–17:30 Uhr | Workshop (PH Wien)
Ausgehend von der Polizeirazzia auf ein antifaschistisches Jugendcamp am Peršmanhof im Juli 2025
thematisiert der Workshop die Geschichte des Peršmanhofs als zentralen Erinnerungsort der Kärntner
Slowen:innen. Vermittelt werden die historischen Hintergründe des nationalsozialistischen Massakers
an der Familie Sadovnik im April 1945 sowie die Kämpfe der Kärntner Slowen:innen um
Anerkennung und Minderheitenrechte.
Workshopleitung: David Ressmann, Verein/Društvo Peršman und Klub der slowenischen Student:innen in Wien (KSŠŠD)
—————
Workshop 2 „Zwischen Anerkennung und Ablehnung: Burgenländisch-kroatische Geschichte im öffentlichen Raum?“

Anlass für den Workshop sind Beschädigungen zweisprachiger Ortstafeln im Burgenland im Frühjahr
2026. Ausgehend davon werden die Geschichte der burgenländisch-kroatischen Volksgruppe, die
Bedeutung des Artikels 7 des Staatsvertrags sowie die langjährigen Kämpfe um die Umsetzung
sprachlicher und kultureller Rechte behandelt.
Workshopleitung: Vera Buranits, Hrvatski akademski klub / Kroatischer Akademiker:innenklub – HAK
—————
Workshop 3 „Warum gibt es kein zentrales Denkmal für die im Porajmos ermordeten
Rom:nja und Sinti:zze?“

Der Workshop widmet sich der Geschichte von Rom:nja und Sinti:zze, insbesondere der Verfolgung
während des Nationalsozialismus und den bis heute bestehenden Herausforderungen in der
Erinnerungskultur. Im Fokus stehen der Porajmos, die gesellschaftliche Aufarbeitung sowie die
Forderung nach einem zentralen österreichischen Denkmal für die Opfer.
Workshopleitung: Martha Darvas, Rom:nja-Aktivistin und Vorstandsmitglied der HÖR – Hochschüler:innenschaft Österreichischer Roma und Romnja
———-
17:45–18:15 Uhr | Führung durch die Ausstellung (BAfEP Wien 10)
„Was wir fordern! Minderheitenbewegungen in Österreich“
Führung mit der Kuratorin und Geschäftsführerin der Initiative Minderheiten, Cornelia Kogoj.
Die Ausstellung beleuchtet zentrale Kämpfe um Gleichberechtigung und Teilhabe in Österreich: von
den Auseinandersetzungen um zweisprachige Ortstafeln und Schulen über die Anerkennung von
Rom:nja und Sinti:zze als Volksgruppe bis zur Verabschiedung der UN-Behindertenrechtskonvention
und den Bemühungen gegen die Kriminalisierung von Homosexualität.
Zwölf Autor:innen aus unterschiedlichen Minderheiten und Volksgruppen präsentieren zentrale
Forderungen aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Ergänzt werden die Beiträge durch
Perspektiven junger Aktivist:innen. Die Ausstellung macht die Vielfalt minoritärer Bewegungen
sichtbar und verdeutlicht die gesellschaftliche Relevanz ihrer Anliegen.
18:15–18:45 Uhr | Präsentation und Diskussion
Präsentation der Unterrichtsmaterialien von ERINNERN:AT zum Jahresschwerpunkt
„50 Jahre Volksgruppengesetz – Nationale Minderheiten in Österreich“
Anschließend besteht im Rahmen einer Fragerunde die Möglichkeit zum Austausch mit den
Workshopleiter:innen sowie mit der Ausstellungskuratorin Cornelia Kogoj (Initiative Minderheiten).
———-
Zielgruppe: Der barrierefreie und kostenlose Workshop richtet sich vor allem an Erwachsenenbildner:innen aber auch an andere interessierte Personen.
Anmeldungen richten Sie bitte per Mail an christian.filko@phwien.ac.at
(Schulleitung als Zeichen der Genehmigung in CC setzen).
Teilnahmebestätigungen im Sinne des BMB können für Lehrpersonen und
pädagogisches Personal ausgestellt werden.
Gefördert von: BMFWF – Abt. Erwachsenenbildung
Wir bedanken uns bei unseren Unterstützer*innen und Kooperationspartner*innen:













Veranstaltungen Rückschau:
Fr, 16. und Sa, 17.10.2026 | Depot, Breite G. 3, 1070 Wien
Symposium: Die manipulierte Öffentlichkeit – Netz-Radikalisierung als Bedrohung für Demokratie und Minderheiten

Antisemitische, rassistische, rechtsextreme, islamophobe sowie frauen- und queerfeindliche Inhalte verbreiten sich besonders in sozialen Medien mit großer Dynamik und verstärken Hass und Gewalt gegen Minderheiten. Fake News sind zwar nicht neu, werden heute jedoch gezielt politisch eingesetzt und fördern gesellschaftliche Polarisierung.
Medienkompetenz gilt als zentrale Gegenmaßnahme. Ambiguitätstoleranz und Media Literacy stärken vor allem bei Jugendlichen die Resilienz gegen Desinformation. Zugleich braucht es strukturelle Antworten, etwa die Verantwortung klassischer Medien online sowie die Förderung alternativer Plattformen mit respektvoller Netiquette.
Im Zentrum dieses zweitägigen Symposiums steht die Frage, welche Gefahren von Desinformation und Radikalisierungsprozessen in sozialen Medien für die Demokratie sowie für Minderheiten ausgehen.
Unter anderem mit: Beate Hausbichler (Der Standard), Hannah Metzler (Psychologin und Neurowissenschafterin), Viktoria Kirner (die_chefredaktion), Eşim Karakuyu (Kollektiv Digital Storytelling von Unten), Eva Wackenreuther (ORF defacto).
In Kooperation mit dem depot
Gefördert von: BMFWF – Abt. Erwachsenenbildung und Österreichische Gesellschaft für politische Bildung (ÖGPB)
Di, 16.06.2026 | 18:30 Uhr | hdgö – Haus der Geschichte Österreich, Neue Burg, Heldenplatz, 1010 Wien
35 Jahre Initiative Minderheiten und STIMME: „Die 1990er Jahre – Umbruch und Aufbruch aus der Perspektive widerständiger Akteur*innen“ MEHR

Mit: Anny KNAPP, asylkoordination österreich | Mirjam KAROLY, Romano Centro | Josef HASLINGER, Mitbegründer von SOS-Mitmensch | Doron RABINOVICI, Republikanischer Club | Margit REITER, Professorin für Zeitgeschichte an der Universität Salzburg | Ursula HEMETEK und Hakan GÜRSES, Initiative Minderheiten
Moderation: Vida BAKONDY, Historikerin
In Kooperation mit: hdgö
Gefördert von: BMFWF – Abt. Erwachsenenbildung
Di, 09.06.2026 | 18:00 Uhr | GB*Stadtteilbüro, Quellenstraße 149, 1100 Wien
Ausstellungseröffnung: „Was wir fordern! Minderheitenbewegungen in Österreich“ MEHR

In Kooperation mit: Gebietsbetreuung – Stadterneuerung
Die Wanderausstellung wurde 2021 gefördert von: BMFWF – Abt. Erwachsenenbildung
Sa, 13.06.2026 | Natterer-See-Weg 6, 6020 Innsbruck
Filmvorführung ihm Rahmen des Filmfestivals im Waldhüttl: „Dass wir ihre Stimmen weitertragen“ | Minderheitenkämpfe. Aktivismus und Erinnerung MEHR

In Kooperation mit: Filmfestival im Waldhüttl
Die Filmvorführung wird gefördert von: BMFWF – Abt. Erwachsenenbildung
Der Film wurde 2023 im Rahmen von SHIFT produziert. Zusätzliche Förderungen Filmproduktion: BMFWF – Abt. Erwachsenenbildung und Zukunftsfonds der Republik Österreich
MAI 2026
Fr, 08.05.2026 | 11:30 Uhr | Campus St. Pölten, 3100 St. Pölten
Filmvorführung im Rahmen der Aktionswoche Inklusion: „Dass wir ihre Stimmen weitertragen“ | Minderheitenkämpfe. Aktivismus und Erinnerung MEHR

Danach: Gespräch mit Ana Grilc (Filmprotagonistin)
In Kooperation mit: Aktionswoche Inklusion St. Pölten
Die Filmvorführung wird gefördert von: BMFWF – Abt. Erwachsenenbildung
Der Film wurde 2023 im Rahmen von SHIFT produziert. Zusätzliche Förderungen: BMFWF – Abt. Erwachsenenbildung und Zukunftsfonds der Republik Österereich

Eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung „Was wir fordern! Minderheitenbewegungen in Österreich“ und des Jahresschwerpunkts „50 Jahre Volksgruppengesetz – Nationale Minderheiten in Österreich“.
Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Volksgruppengesetzes, das neben Artikel 7 des Staatsvertrags von 1955 bis heute die zentrale rechtliche Grundlage der österreichischen Minderheitenpolitik bildet, laden die Pädagogische Hochschule Wien, die Initiative Minderheiten, ERINNERN:AT und die BAfEP Wien 10 zu einem Nachmittag mit Workshops, Ausstellungsführung und Austausch ein.
Im Mittelpunkt stehen aktuelle Fragestellungen zu Minderheitenrechten in Österreich. Junge Angehörige österreichischer Volksgruppen und Minderheiten vermitteln historische Zusammenhänge, zeigen Kontinuitäten von Ausgrenzung und Anerkennung auf und diskutieren gegenwärtige Herausforderungen. Die Workshops finden im Rahmen der Wanderausstellung „Was wir fordern! Minderheitenbewegungen in Österreich“ statt. Unterrichtsmaterialien zum Thema werden von ERINNERN:AT Wien präsentiert und werden interessierten Pädagog:innen zur Verfügung gestellt.
Termin: 14. Dezember 2026, 16:00 bis 18:45 Uhr
Veranstaltungsorte:
Workshops (16:00–17:30 Uhr)
Pädagogische Hochschule Wien
Grenzackerstraße 18, 1100 Wien
Ausstellungsführung und Abschlussprogramm (17:45–18:45 Uhr)
BAfEP Wien 10
Ettenreichgasse 45c, 1100 Wien
Programm
16:00–17:30 Uhr | Workshops (PH Wien)
Workshop 1
„Warum ist der Peršmanhof ein so wichtiger Ort für die Kärntner Slowen:innen?“
Ausgehend von der Polizeirazzia auf ein antifaschistisches Jugendcamp am Peršmanhof im Juli 2025 thematisiert der Workshop die Geschichte des Peršmanhofs als zentralen Erinnerungsort der Kärntner Slowen:innen. Vermittelt werden die historischen Hintergründe des nationalsozialistischen Massakers an der Familie Sadovnik im April 1945 sowie die Kämpfe der Kärntner Slowen:innen um Anerkennung und Minderheitenrechte.
Workshopleitung: David Ressmann
Workshop 2
„Zwischen Anerkennung und Ablehnung: Burgenländisch-kroatische Geschichte im öffentlichen Raum“
Anlass für den Workshop sind Beschädigungen zweisprachiger Ortstafeln im Burgenland im Frühjahr 2026. Ausgehend davon werden die Geschichte der burgenländisch-kroatischen Volksgruppe, die Bedeutung des Artikels 7 des Staatsvertrags sowie die langjährigen Kämpfe um die Umsetzung sprachlicher und kultureller Rechte behandelt.
Workshopleitung: Vera Buranits
Workshop 3
„Warum gibt es kein zentrales Denkmal für die im Porajmos ermordeten Rom:nja und Sinti:zze?“
Der Workshop widmet sich der Geschichte von Rom:nja und Sinti:zze, insbesondere der Verfolgung während des Nationalsozialismus und den bis heute bestehenden Herausforderungen in der Erinnerungskultur. Im Fokus stehen der Porajmos, die gesellschaftliche Aufarbeitung sowie die Forderung nach einem zentralen österreichischen Denkmal für die Opfer.
Workshopleitung: Martha Darvas
17:45–18:15 Uhr | Führung durch die Ausstellung (BAfEP Wien 10)
„Was wir fordern! Minderheitenbewegungen in Österreich“
Führung mit der Kuratorin und Geschäftsführerin der Initiative Minderheiten, Cornelia Kogoj.
Die Ausstellung beleuchtet zentrale Kämpfe um Gleichberechtigung und Teilhabe in Österreich: von den Auseinandersetzungen um zweisprachige Ortstafeln und Schulen über die Anerkennung von Rom:nja und Sinti:zze als Volksgruppe bis zur Verabschiedung der UN-Behindertenrechtskonvention und den Bemühungen gegen die Kriminalisierung von Homosexualität.
Zwölf Autor:innen aus unterschiedlichen Minderheiten und Volksgruppen präsentieren zentrale Forderungen aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Ergänzt werden die Beiträge durch Perspektiven junger Aktivist:innen. Die Ausstellung macht die Vielfalt minoritärer Bewegungen sichtbar und verdeutlicht die gesellschaftliche Relevanz ihrer Anliegen.
18:15–18:45 Uhr | Präsentation und Diskussion
Präsentation der Unterrichtsmaterialien von ERINNERN:AT zum Jahresschwerpunkt „50 Jahre Volksgruppengesetz – Nationale Minderheiten in Österreich“
Anschließend besteht im Rahmen einer Fragerunde die Möglichkeit zum Austausch mit den Workshopleiter:innen sowie mit der Ausstellungskuratorin Cornelia Kogoj.
Anmeldungen richten Sie bitte per Mail an christian.filko@phwien.ac.at (Schulleitung als Zeichen der Genehmigung in CC setzen).
Teilnahmebestätigungen im Sinne des BMB können für Lehrpersonen und pädagogisches Personal ausgestellt werden.
]]>Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien

Die manipulierte Öffentlichkeit. Netz-Radikalisierung als Bedrohung für Demokratie und Minderheiten
Antisemitische, rassistische, antiziganistische, rechtsextreme, antimuslimische, frauen- und queerfeindliche Inhalte verbreiten sich im Netz mit enormer Eigendynamik und verstärken Hass und Gewaltbereitschaft gegen Minderheiten. 68 Prozent der im Jahr 2024 von der Antisemitismus-Meldestelle der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) Wien dokumentierten antisemitischen Vorfälle fielen in den digitalen Raum. Laut dem aktuellen Rechtsextremismusbericht des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstandes (DÖW) wurde im selben Jahr ein Viertel der rechtsextremistischen Delikte (nach dem Verbotsgesetz) im Internet begangen. Der Bericht warnt, dass die zunehmende Gewaltorientierung, Militarisierung und erfolgreiche Nachwuchsrekrutierung die neonazistische Bedrohungslage verschärfen – insbesondere für sichtbare Minderheiten wie People of Colour und queere Personen.
Auch wenn Fake News kein neues Phänomen sind, werden sie heute vorsätzlich mit politischer Agenda verbreitet und treiben die Polarisierung voran. Durch KI-gestützte Bild- und Videogenerierung bekommen sie in Form von sogenannten „Deepfakes“ eine neue, Qualität („Seeing is believing“). Zusätzliche Gefahren liegen in der niederschwelligen, ungefilterten Verbreitung im Netz. Zudem greifen Algorithmen in Kommunikationsprozesse ein, indem sie bestimmte Themen gewichten, extremistische Akteur*innen legitimieren und zugunsten homogener „Echokammern“ den demokratischen Meinungspluralismus ausblenden. Wer sich hier seine politische Meinung bildet, verliert den Bezug zu Gegenpositionen.
In diesem zweitägigen Symposium wurden diese brennenden Themen von Expert*innen aus Wissenschaft, Journalismus, Erwachsenenbildung, zivilgesellschaftlichen Akteur*innen und Minderheitenmedien diskutiert.





PROGRAMM:
Freitag, 16. Oktober 2026 | 18:30 – 20:30 Uhr
18:30 – 19:00 Uhr
Begrüßung:
Depot Team
Cornelia Kogoj | Initiative Minderheiten
Keynote: Beate Hausbichler | Der Standard
„Auf Kosten von Minderheiten: Wie die Aufmerksamkeitsökonomie Hass schürt – und wie wir digitale Räume resilient machen“
19:00 – 20:30 Uhr
Panel 1: „Desinformation, Algorithmen und KI“
Mit:
Eva Wackenreuther | ORF defacto
Hannah Metzler | Psychologin und Neurowissenschafterin
Viktoria Kirner | die_chefredaktion
Beate Hausbichler | Der Standard
Moderation: Gerd Valchars, Politikwissenschafter
Samstag, 17. Oktober 2026 |10:00 – 13:30 Uhr
10:00 – 11:30 Uhr
Panel 2: „Minderheiten im Fokus – Dynamiken digitaler Hasskommunikation“
Mit:
Anastasia Lopez | Multimedia-Journalistin, Mitbegründerin von BAIT – dem ersten deutschsprachigen TikTok-Faktencheck-Kanal
Bianca Kämpf | Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes – DÖW
Santino Stojka | Hochschüler*innen Österreichischer Roma und Romnja – HÖR
Moderation: Jessica Beer, Verlagslektorin und Obmann-Stellvertreterin der Initiative Minderheiten
11:30 – 12:00 Uhr Pause
12:00 – 13:30 Uhr
Panel 3: „Gegenstrategien und demokratische Resilienz“
Eşim Karakuyu | Kollektiv Digital Storytelling von Unten
Fiona Steinert | Radio Orange 94.0
Stefanie Mayer | Institut für Konfliktforschung
Moderation: Stefan Vater, Erwachsenenbildner, Verband österreichischer Volkshochschulen
Eine Veranstaltung der Initiative Minderheiten in Kooperation mit Depot – Kunst und Diskussion
Gefördert aus Mitteln des BMFWF – Abt. Erwachsenenbildung und der Österreichischen Gesellschaft für politische Bildung (ÖGPB)




Die Kunst der Befreiung: Viktor Lowenfeld und die afroamerikanische Moderne
Do, 15.10.2026 | 18:30 Uhr | Jüdisches Museum der Stadt Wien, Dorotheergasse 11, 1010 Wien

Der Kunstpädagoge Viktor Lowenfeld lehrte nach seiner Flucht vor den Nationalsozialisten in die Vereinigten Staaten an einem Schwarzen College in Hampton, Virginia, und wurde zu einer wichtigen Persönlichkeit in der Entwicklung des afroamerikanischen Modernismus. Sein antirassistischer Kunstunterricht steht für eine fruchtbare Transkulturation künstlerischer Ideen und pädagogischer Konzepte an der Schnittstelle von jüdischen und Schwarzen Befreiungsbewegungen des 20. Jahrhunderts. Bedeutende Künstler:innen wie John Biggers und Samella Lewis gingen aus Lowenfelds Klasse hervor, und 1943 wurden Arbeiten seiner Schüler:innen im Museum of Modern Art in New York präsentiert.
Das Buch rekonstruiert Lowenfelds Prägung durch die Kunst des Expressionismus, die jüdische Jugendbewegung in Österreich und seine Arbeit mit Kindern und Blinden im Wien der Zwischenkriegszeit. In theoretischer Hinsicht untersucht es die Position des Kunstpädagogen in den zeitgenössischen Diskursen über die Identität weißer und Schwarzer Moderne in den USA.
Christian Kravagna ist Professor für Postcolonial Studies an der Akademie der bildenden Künste Wien.
Anmeldung: HIER
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Humphrey Bogart sagt im Film Casablanca zu der jungen Frau Joy Page:
„Mich hat noch nie jemand genug geliebt.“
Er blickt einen Moment lang ins Leere, als würde er versuchen, sein Erstaunen darüber auszudrücken, dass jemand bereit ist, einer Familie ein Visum zu ermöglichen, das ihr die Einreise in die Vereinigten Staaten erlaubt, obwohl sie nicht einmal das Geld besitzt, um dafür zu bezahlen …
]]>Das Denkmal steht schief, die Verhältnisse stehen schief, wie so vieles in unserer Gesellschaft. Das Denkmal soll die Geschichte nicht länger aufrecht und ungebrochen erzählen, so haben sich das einige gedacht und entschieden. Die Schieflage des Lueger-Denkmals in Wien soll ein Zeichen dafür sein, dass der öffentliche Umgang mit Karl Lueger heute ein anderer ist, als vor einhundert Jahren. Und doch zeigt gerade der Umgang mit dieser Schieflage, wie wenig sich manche gesellschaftlichen Realitäten verändert haben. WEITER
