{"id":2681,"date":"2019-06-03T16:06:12","date_gmt":"2019-06-03T14:06:12","guid":{"rendered":"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/?p=2681"},"modified":"2026-03-31T11:52:00","modified_gmt":"2026-03-31T09:52:00","slug":"was-wir-fordern-2-minderheitenbewegungen-im-20-und-21-jahrhundert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/06\/was-wir-fordern-2-minderheitenbewegungen-im-20-und-21-jahrhundert\/","title":{"rendered":"Minderheitenbewegungen in \u00d6sterreich: Materialien f\u00fcr Erwachsenenbildner*innen"},"content":{"rendered":"\n<p><em>&#8222;Was wir fordern!&#8220; bietet Erwachsenenbildner*innen eine kompakte Geschichte \u00fcber Minderheiten in \u00d6sterreich. Denn parallel zur Erstarkung rechtsextremer Parteien in Europa und einem zunehmenden Antisemitismus w\u00e4chst die Bedrohung f\u00fcr Gefl\u00fcchtete, LGBTIQ* und andere Minderheiten. Wir sehen daher einen gro\u00dfen Bedarf an fundierten und leicht zug\u00e4nglichen Informationen zu diesem Themenkomplex, der sich anhand historischer Beispiele gut vermitteln l\u00e4sst.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Von Cornelia Kogoj.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Im Februar 1988 erteilte ein Zusammenschluss von 18 Wiener Frauen- und Lesbengruppen der GEWISTA den Auftrag, auf den Wiener Stra\u00dfenbahnen folgende Slogans anzubringen: \u201eMacht macht Frauen stark\u201c, \u201eDie Zukunft ist weiblich oder gar nicht\u201c und \u201eLesben sind immer und \u00fcberall\u201c. Tafeln mit den ersten beiden Spr\u00fcchen fuhren im M\u00e4rz 1988 durch Wien. Der dritte Spruch wurde abgelehnt, da er angeblich gegen die guten Sitten verstie\u00df. Obwohl die Frauen- und Lesbengruppen nach einer Klage Recht bekamen und eine Berufung der GEWISTA abgewiesen wurde, weigerten sich die Wiener Verkehrsbetriebe mit dem Argument, der Spruch sie den weiblichen Fahrg\u00e4sten nicht zumutbar, da sich sonst alle als Lesben bezeichnet f\u00fchlen k\u00f6nnten, die Tafel anzubringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist nur eines von vielen Beispielen daf\u00fcr, welcher Aktivismus, welche Anstrengung und welche Ausdauer notwendig waren, um gegen Diskriminierung und f\u00fcr gleiche Rechte zu k\u00e4mpfen. Manche dieser Forderungen wurden erf\u00fcllt, manche sind immer noch offen. Margit Hauser hat (unter Mitarbeit von Birge Krondorfer) in ihrem Beitrag <a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2020\/03\/lesbenbewegung\/\">Kleine Geschichte der FrauenLesbenbewegung in \u00d6sterreich<\/a> einer dieser K\u00e4mpfe nachgezeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Die historischen K\u00e4mpfe f\u00fcr zweisprachige Ortstafeln und Schulen in K\u00e4rnten, f\u00fcr die Anerkennung von Rom*nja und Sinti*zze als \u00f6sterreichische Volksgruppe, die Abschaffung des \u00a7 209 StGB, die Verabschiedung der UN-Behindertenrechtskonvention, f\u00fcr die Einf\u00fchrung eines \u201ehumanit\u00e4ren Bleiberechts\u201c oder f\u00fcr ein Betriebswahlrecht f\u00fcr Drittstaatsangeh\u00f6rige sind ebensolche Beispiele und zeigen wir Forderungen von Minderheiten umgesetzt wurden. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Gemeinde-Globasnitz-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1847\" width=\"512\" height=\"384\" srcset=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Gemeinde-Globasnitz-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Gemeinde-Globasnitz-300x225.jpg 300w, https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Gemeinde-Globasnitz-768x576.jpg 768w, https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Gemeinde-Globasnitz-520x390.jpg 520w, https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Gemeinde-Globasnitz.jpg 1600w\" sizes=\"(max-width: 512px) 100vw, 512px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><br>Die slowenische Bezeichnung \u201eOb\u010dinski urad\u201c f\u00fcr Gemeindeamt (Globasnitz\/Globasnica)<br>\u00a9 Familie\/Dru\u017eina Kogoj, privat<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Initiative Minderheiten hat das Projekt \u201eWas wir fordern! Minderheitenbewegungen in \u00d6sterreich\u201c initiiert, das nach wesentlichen Forderungen der verschiedenen Minderheitengruppen fragt und unterschiedliche, vornehmlich aktivistische Formen des Protests untersucht. Wo liegen die \u00c4hnlichkeiten und wo die Unterschiede? Welche Impulse und Einfl\u00fcsse gab es von au\u00dferhalb \u00d6sterreichs, die direkt oder indirekt in Organisationsformen eingeflossen sind? Wo gibt es \u00dcberschneidungen und Allianzen? Und vor allem: Welche Forderungen wurden umgesetzt und welche sind noch offen? Wir haben dazu Expert*innen gebeten, f\u00fcr unsere Website Grundlagentexte zur Geschichte dieser Protestkulturen zu verfassen. Viele von ihnen waren dabei und haben diese Geschichte als Aktivist*innen mitgeschrieben.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenso wichtig ist das Wissen, wie sich Minderheiten mit demokratischen Mitteln gegen Diskriminierung gewehrt haben und gleiche Rechte auf den Stra\u00dfen, im Parlament und vor Gerichten erk\u00e4mpft haben. Dieses Wissen st\u00e4rkt das Vertrauen in die Demokratie und setzt der vermeintlichen Ohnmacht die F\u00e4higkeit entgegen, Ver\u00e4nderungsprozesse in pluralistischen Demokratien aktiv mitgestalten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Reaktion auf die Nicht-Umsetzung des in Artikel 7 des \u00f6sterreichischen Staatsvertrags von 1955 verbrieften Rechts auf zweisprachige topografische Aufschriften erg\u00e4nzten Anfang der 1970er Jahre junge K\u00e4rntner Slowen*innen deutschsprachige Ortstafeln mit slowenischen Ortsnamen. Diese Aktionen lassen sich als Teil einer politischen Protestkultur betrachten, die sich zu jener Zeit weltweit formierte: Neue Formen des politischen Widerstands entstanden etwa im Kontext der afroamerikanischen B\u00fcrgerrechtsbewegung, der zweiten Welle der Frauenbewegung, sowie der antikolonialen K\u00e4mpfe. Minorit\u00e4re Gruppen wehrten sich mit aktionistischen Mitteln gegen Unterdr\u00fcckung und Diskriminierung und ver\u00e4nderten damit auch die demokratischen Spielregeln. Die unterschiedlichen, aber allesamt \u00f6ffentlichkeitswirksamen Formen dieser au\u00dferparlamentarischen Opposition wie Demonstrationen, Sit-ins, Stra\u00dfentheater, Flugzettelaktionen, Mahnwachen oder Beschriftungen auf \u00f6ffentlichen Geb\u00e4uden zwangen Regierungen, sich parlamentarisch mit den Forderungen auseinanderzusetzen und einige der diskriminierenden Gesetze abzuschaffen, neue Gesetze zu implementieren bzw. bereits bestehende in die Praxis umzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei den Aktionen in K\u00e4rnten standen nicht nur die Ortstafeln im Fokus, sondern auch \u00f6ffentliche Geb\u00e4ude. Mit der zentralen Parole \u201eArtikel 7 \u2013 unser Recht\/\u010clen 7 \u2013 Na\u0161a pravica\u201c oder der Bezeichnung \u201eOb\u010dinski urad\u201c<a href=\"#sdfootnote1sym\"><sup>1<\/sup><\/a>, die in gro\u00dfen roten Graffiti auf Gerichte, Gemeinde- und Bezirks\u00e4mter gespr\u00fcht wurden, forderten die K\u00e4rntner-Slowenischen Aktivist*innen, die gesetzlich verankerte Zweisprachigkeit auch in die Praxis umzusetzen und das Slowenische als zweite Amtssprache in K\u00e4rnten zuzulassen. Diese sogenannten \u201eSchmieraktionen\u201c wurden von deutschnationalen Kr\u00e4ften als Affront empfunden. Waren es doch genau jene Verwaltungseinrichtungen, die sich bislang erfolgreich gegen die drohende \u201eSlowenisierung\u201c gewehrt hatten. Gleichzeitig war die deutschsprachige Mehrheit einen derart selbstbewussten Auftritt der Slowen*innen im \u00f6ffentlichen Raum nicht gewohnt. Die gesellschaftliche Dominanz dieser Mehrheit zeigte sich unter anderem an der deutschnationalen Choreografie der j\u00e4hrlich am 10. Oktober in Klagenfurt\/Celovec stattfindenden Festumz\u00fcge anl\u00e4sslich des Jahrestages der K\u00e4rntner Volksabstimmung von 1920. Es war daher kein Zufall, dass sich die Ereignisse in K\u00e4rnten rund um den 50. Jahrestag der Abstimmung 1970 zuzuspitzen begannen und zu zahlreichen Aktionen f\u00fchrten. Die neue SP\u00d6-Alleinregierung unter Bruno Kreisky sah sich in weiterer Folge gezwungen, darauf zu reagieren, und begann mit der Aufstellung von zweisprachigen Tafeln in 205 Orten. Die Antwort der Deutschnationalen im Herbst 1972 waren Ausschreitungen, Demontagen der Beschilderungen, Bombendrohungen und Sch\u00e4ndungen von Partisan*innendenkm\u00e4lern \u2013 gewaltt\u00e4tige Aktionen, die euphemistisch als \u201eOrtstafelsturm\u201c in die Geschichte \u00d6sterreichs eingingen. Erst ein massiver Einsatz der Gendarmerie \u2013 die sich anfangs passiv verhielt \u2013 konnte den Mob davon abhalten, mit noch gr\u00f6\u00dferer Gewalt vorzugehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Neuerlich virulent wurde die Situation, als Bundeskanzler Bruno Kreisky im November 1976 eine \u201eVolksz\u00e4hlung besonderer Art\u201c in ganz \u00d6sterreich durchf\u00fchren lie\u00df. Diese \u201egeheime Feststellung der Muttersprache\u201c lehnten die K\u00e4rntner Slowen*innen und auch die Burgenlandkroat*innen ab, da ihre Rechte unabh\u00e4ngig von ihrem Anteil an der Gesamtbev\u00f6lkerung staatsvertraglich garantiert waren und es bis heute sind. Das noch im selben Jahr verabschiedete Volksgruppengesetz sah jedoch vor, dass nun nur noch in Ortschaften, in denen von mindestens 20% der Bev\u00f6lkerung Slowenisch als Umgangssprache angegeben wurde, zweisprachige \u00f6ffentliche Beschriftungen anzubringen seien. Diese \u201egeheime Volksgruppenerhebung\u201c f\u00fchrte unter anderem dazu, dass die Bev\u00f6lkerung in den \u00fcbrigen Bundesl\u00e4ndern auf die Situation in K\u00e4rnten aufmerksam wurde und sich \u00fcberall im Land Solidarit\u00e4tskomitees bildeten. So gaben nach dem Boykott der Erhebung durch die slowenischen Organisationen als Solidarit\u00e4tsbekundung in Wien mehr Personen Slowenisch als Umgangssprache an als in K\u00e4rnten.<a href=\"#sdfootnote2sym\"><sup>2<\/sup><\/a> Durch diese Solidarisierungen mit den Volksgruppen ver\u00e4nderte sich zum Teil auch das \u00f6ffentliche Bewusstsein gegen\u00fcber der Minderheitenpolitik. Schlie\u00dflich konnte die Thematik durch jahrzehntelanges politisches Ringen \u2013 wenn auch nicht in vollem Umfang \u2013 im Jahr 2011 mit Hilfe einer absichtlich herbeigef\u00fchrten Geschwindigkeits\u00fcberschreitung eines slowenischen Rechtsanwaltes durch ein Verfassungsgerichtsurteil eingeschr\u00e4nkt gel\u00f6st werden.<a href=\"#sdfootnote3sym\"><sup>3<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Um Aufmerksamkeit f\u00fcr minderheitenpolitische Anliegen zu generieren, wurde seit den 1970er Jahren die Inanspruchnahme des \u00f6ffentlichen Raumes durch aktionistische Mittel bedeutend. So blockierten etwa Rollstuhlfahrer*innen bei der Er\u00f6ffnung des \u201eInternationalen Jahres der Behinderten\u201c der Vereinten Nationen im Jahr 1981 die Hofburg, um gegen diese Veranstaltung der Bundesregierung zu demonstrieren (siehe den Text von Volker Sch\u00f6nwiese: <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Behindertenbewegungen in \u00d6sterreich (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/01\/behindertenbewegungen-in-oesterreich\/\" target=\"_blank\">Behindertenbewegungen in \u00d6sterreich<\/a>). 1982 st\u00fcrmten schwule M\u00e4nner nackt die B\u00fchne des Neujahrskonzerts in Wien, um \u201eMenschenrechte f\u00fcr Schwule\u201c zu fordern (Andreas Brunner: <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Eine Frage der Menschenrechte: Zur Geschichte der Homosexuellenbewegung in \u00d6sterreich (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/04\/zur-geschichte-der-homosexuellenbewegung-in-oesterreich\/\" target=\"_blank\">Eine Frage der Menschenrechte: Zur Geschichte der Homosexuellenbewegung in \u00d6sterreich<\/a>), 1989 haben Elternaktionen dazu gef\u00fchrt, dass eine zweisprachige Schule in Klagenfurt errichtet wurde (Vladimir Wakounig: <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Welche (Schul-)Bildung brauchen Minderheiten? (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/05\/volksgruppen-2\/\" target=\"_blank\">Welche (Schul-)Bildung brauchen Minderheiten?<\/a>) und im Jahr 1993 demonstrierten NGOs am Wiener Graben in einem K\u00e4fig im Rahmen der Aktion \u201eLicht ins Dunkel der Schubhaft\u201c gegen die katastrophalen Schubhaftbedingungen (Herbert Langthaler: <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Asylland \u00d6sterreich \u2026 und raus bist du (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/05\/asyl\/\" target=\"_blank\">Asylland \u00d6sterreich \u2026 und raus bist du<\/a>). F\u00fcr die Anfang der 1960er Jahre nach \u00d6sterreich gekommenen Arbeitsmigrant*innen aus der T\u00fcrkei und dem ehemaligen Jugoslawien waren unterschiedliche Formen der Selbstorganisation wichtig, nicht nur um gemeinschaftliche Aktivit\u00e4ten zu f\u00f6rdern, sondern auch, um den Kampf um mehr Mitbestimmungsrechte zu organisieren (August G\u00e4chter: <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Der Dauerbrenner Migration und das Aufschieben der Integration (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/05\/migration\/\" target=\"_blank\">Der Dauerbrenner Migration und das Aufschieben der Integration<\/a>). Und die Ende der 1980er Jahren gegr\u00fcndeten Romavereine entwickelten sich vor allem aufgrund einer wachsenden Bewusstseinsbildung und Emanzipation, um \u201eaus dem Verborgenen\u201c<a href=\"#sdfootnote4sym\"><sup>4<\/sup><\/a> in die \u00d6ffentlichkeit zu treten und sich damit gegen Ungleichbehandlung zu wehren (Mirjam Karoly: <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Opre Roma thaj Romnja\u201c \u2013 Reflexionen aus der \u00f6sterreichischen Romabewegung (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/04\/opre-roma-thaj-romnja-reflexionen-aus-der-oesterreichischen-roma-bewegung\/\" target=\"_blank\">&#8222;Opre Roma thaj Romnja\u201c \u2013 Reflexionen aus der \u00f6sterreichischen Romabewegung&#8220;<\/a>).   Als im Jahr 1999 der Nigerianer Marcus Omofuma bei einem Abschiebeflug verstarb, l\u00f6ste dies infolge von den von afrikanischen Communities organisierten Protesten eine \u00f6ffentliche Debatte zum Thema Polizeigewalt gegen\u00fcber Schwarzen Menschen aus  (Vanessa Spanbauer: <a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2020\/03\/schwarze-minderheit\/\">Die Sabotage der Ungerechtigkeit &#8211; Schwarz sein hei\u00dft politisch sein)<\/a>. Ein Kampf, der die meisten hier vorgestellten Minderheiten eint, ist der um die offizielle Anerkennung als Opfer des Nationalsozialismus und die Errichtung von Gedenkst\u00e4tten.<a href=\"#sdfootnote5sym\"><sup>5<\/sup><\/a> Neben dem jahrzehntelangen Kampf um das \u201eMahnmal der \u00f6sterreichischen Opfer der Shoah\u201c, das erst im Jahr 2000 auf dem Judenplatz in Wien errichtet wurde, war die Geschichte der j\u00fcdischen Minderheit in der Zweiten Republik vor allem durch den Neuaufbau des j\u00fcdischen Gemeindelebens und die Wiederherstellung zerst\u00f6rter Einrichtungen wie Synagogen und Friedh\u00f6fe charakterisiert (Eleonore Lappin-Eppel: <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Die j\u00fcdische Minderheit (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/04\/die-juedische-minderheit\/\" target=\"_blank\">Die j\u00fcdische Minderheit<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p>Das Zusammendenken dieser unterschiedlichen Bewegungen steht in der Fortf\u00fchrung von Minderheitengeschichts-Projekten, die die Initiative Minderheiten seit ihrem Bestehen initiiert und umsetzt. Anzuf\u00fchren sind in diesem Zusammenhang die Publikationen \u201e6 x \u00d6sterreich. Geschichte und aktuelle Situation der Volksgruppen\u201c (1995) und \u201eO du mein behinderndes \u00d6sterreich! Zur Situation behinderter Menschen\u201c (1999), die Plakatausstellung <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"\u201eAm Anfang war der Kolaric. Plakate gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit\u201c  (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/05\/am-anfang-war-der-kolaric-2\/\" target=\"_blank\">\u201eAm Anfang war der Kolaric. Plakate gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit\u201c <\/a>(2002) oder die im Wien Museum realisierten Ausstellungen <strong><a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"\u201eGastarbajteri. 40 Jahre Arbeitsmigration\u201c (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/05\/gastarbajteri-40-jahre-arbeitsmigration\/\" target=\"_blank\">\u201eGastarbajteri. 40 Jahre Arbeitsmigration\u201c<\/a><\/strong>(2004) und <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Romane Thana. Orte der Roma und Sinti\u201c  (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/05\/romane-thana-orte-der-roma-und-sinti-2\/\" target=\"_blank\">&#8222;Romane Thana. Orte der Roma und Sinti\u201c <\/a>(2015). Grundlage f\u00fcr die Gr\u00fcndung der Initiative Minderheiten im Jahr 1991 war ein minderheiten\u00fcbergreifender Ansatz, der sowohl die \u00f6sterreichischen Volksgruppen als auch Migrant*innen und Gefl\u00fcchtete, LGBTIQs und Menschen mit Behinderung inkludierte und auf ein gemeinsames Vorgehen von Minderheiten- und Mehrheitsangeh\u00f6rigen abzielt. Die Bildung von minorit\u00e4ren Allianzen<a href=\"#sdfootnote6sym\"><sup>6<\/sup><\/a> \u2013 ein Begriff, den Hakan G\u00fcrses f\u00fcr die Initiative Minderheit pr\u00e4gte und der \u00fcber einen identit\u00e4tspolitischen Ansatz hinausgeht \u2013 war Anfang der 1990er Jahre in \u00d6sterreich keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Die B\u00fcndelung der gemeinsamen Kr\u00e4fte zielt darauf ab, auf \u00e4hnliche Diskriminierungsformen aufmerksam zu machen, um gemeinsam gegen Rassismus, Homophobie, Antiziganismus und Antisemitismus vorzugehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wichtige Impulse f\u00fcr dieses Konzept der <em>minorit\u00e4ren Allianzen<\/em> kamen von der afroamerikanischen B\u00fcrgerrechtsbewegung der 1950er und 1960er Jahre, die auch eine wesentliche Vorbildwirkung f\u00fcr andere Minderheiten- und Menschenrechtsbewegungen hatte.<a href=\"#sdfootnote7sym\"><sup>7<\/sup><\/a> In den fr\u00fchen 1970er Jahren gab es beispielsweise \u00dcberschneidungen zwischen dem Independent Living Movement \u2013 auf das sich auch die \u00f6sterreichische Selbstbestimmt-Leben-Bewegung bezieht \u2013 und dem Civil Rights Movement. So konnte mit der Umsetzung des Abschnitts 504 des Rehabilitation Act<a href=\"#sdfootnote8sym\"><sup>8<\/sup><\/a> eine der wichtigsten Errungenschaften der amerikanischen Behindertenbewegung durch die an die afroamerikanische B\u00fcrgerrechtsbewegung angelehnte Widerstandsform der Sit-ins und unter anderem auch mit Unterst\u00fctzung der Black Panther Party erk\u00e4mpft werden. <br>Oft gab es auch inhaltliche Ber\u00fchrungspunkte, wie sich am Beispiel der afroamerikanischen B\u00fcrgerrechtlerin Rosa Parks zeigen l\u00e4sst, die sich 1955 in Montgomery, Alabama, weigerte, ihren Sitzplatz in einem Bus f\u00fcr einen Wei\u00dfen aufzugeben: \u201eThe only difference is that Rosa Parks as an African-American woman was not permitted to sit in the front of the bus while people with disabilities just want to get on the bus.\u201c<a href=\"#sdfootnote9sym\"><sup>9<\/sup><\/a> Auch die Homosexuellenbewegung wurde vom fr\u00fchen Civil Rights Movement beeinflusst. Prominenteste Beispiele von personellen \u00dcberschneidungen sind der Autor und Aktivist James Baldwin oder Bayard Rustin, einer der engsten Mitarbeiter Martin Luther Kings. Und als eine Gruppe von Native Americans im Jahr 1968 das American Indian Movement (AIM) gr\u00fcndete, sprach man in Anlehnung an <em>Black Power <\/em>von <em>Red Power<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben dem \u00f6ffentlichen Raum spielte in \u00d6sterreich ab Mitte der 1980er Jahren auch die Inanspruchnahme parlamentarischer Artikulationsm\u00f6glichkeiten eine immer wichtiger werdende Rolle f\u00fcr den Kampf um Minderheitenrechte. W\u00e4hrend sich etwa die Burgenlandkroat*innen den etablierten Parteien SP\u00d6\/\u00d6VP anschlossen und in K\u00e4rnten mit der Einheitsliste\/Enotna lista seit Anfang der 1970er Jahre<a href=\"#sdfootnote10sym\"><sup>10<\/sup><\/a> eine eigene slowenische Partei auf Gemeindeebene existierte, war mit dem Einzug der Gr\u00fcnen Alternative in den Nationalrat im Jahr 1986 erstmals eine parlamentarische Fraktion im Parlament vertreten, die sich dezidiert f\u00fcr Minderheitenrechte einsetzte. Sichtbar wurde dies unter anderem mit dem Einzug des Behindertenaktivisten Manfred Srb (1986\u20131994) und des K\u00e4rntner Slowenen Karel Smolle (1986\u20131990) als gr\u00fcne Abgeordnete in den Nationalrat. Es folgten mit der Burgenlandkroatin Terezija Stoisits (1990\u20132007), der Behindertenaktivistin Theresia Haidlmayr (1994\u20132008), der ersten offen lesbischen Nationalratsabgeordneten Ulrike Lunacek (1999\u20132009), mit Alev Korun, der ersten Abgeordneten mit Migrationshintergrund (2008\u20132017), sowie seit 2019 mit Olga Voglauer (Volksgruppensprecherin) und mit Faika El-Nagashi (Sprecherin f\u00fcr Integrations- und Diversit\u00e4tspolitik) allesamt Frauen, die aus politischen Grassroots-Bewegungen kommend, Minderheitenrechte vorrangig als Menschenrechte verstanden. Mit ihren parlamentarischen Anfragen zu Themen wie Schubhaft, Doppelstaatsb\u00fcrger*innenschaft, Einf\u00fchrung eines \u00f6sterreichischen Gedenktages f\u00fcr die Opfer des Nationalsozialismus, barrierefreiem \u00f6ffentlichen Verkehr etc. stellen die Gr\u00fcnen ein wichtiges demokratiepolitisches Korrektiv dar.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass in den letzten Jahren nicht zuletzt mit dem j\u00fcngsten Erkenntnis zur \u00d6ffnung der Ehe f\u00fcr gleichgeschlechtliche Paare oder dem Erkenntnis zum dritten Geschlecht auch der Verfassungsgerichtshof immer st\u00e4rker in den \u00f6ffentlichen Fokus r\u00fcckt, hat unsere Zeitschrift <em>Stimme<\/em> im Jahr 2019 veranlasst, ein Schwerpunktheft zum Thema \u201eRecht versus Rechts \u2013 H\u00f6chstgerichte als H\u00fcter der Minderheitenrechte\u201c zu gestalten. In einem Interview mit Gerd Valchars antwortet Elisabeth Holzleithner, Professorin f\u00fcr Rechtsphilosophie und Legal Gender Studies an der Universit\u00e4t Wien, auf die Frage, ob Rechte heute noch durch Demonstrationen auf der Stra\u00dfe erk\u00e4mpft werden oder nicht vielmehr durch Klagen vor Gericht: \u201eEs gibt viele Wege, auf denen Rechte erk\u00e4mpft werden k\u00f6nnen. Das Gericht ist ein Weg, und ein ganz wichtiger, weil man auf dem Rechtsweg vor den Gerichten Rechte erstreiten kann (&#8230;). Die andere M\u00f6glichkeit ist, dass man versucht, den Gesetzgeber zu \u00fcberzeugen. Die \u00dcberzeugungsarbeit kann auf verschiedene Art und Weise geleistet werden und da geh\u00f6rt die Demonstration auf der Stra\u00dfe genauso dazu. Sie wird nat\u00fcrlich nicht ausreichen. (&#8230;) Wenn man die Politik \u00fcberzeugen m\u00f6chte, wird man (&#8230;) Lobbyarbeit betreiben (&#8230;). Die Stra\u00dfe ist ein Ort, der ein Momentum erzeugen kann, und dann gibt es ganz viel Kleinarbeit, die dann hoffentlich zum Erfolg f\u00fchrt. Das kann lange dauern und dann pl\u00f6tzlich sehr schnell gehen.\u201c<a href=\"#sdfootnote11sym\"><sup>11<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Projekt \u201eWas wir fordern! \u2013 Minderheitenbewegungen im 20. und 21. Jahrhundert\u201c werfen wir einen Blick auf die Geschichte dieser K\u00e4mpfe, im Rahmen derer Minderheitenrechte auf den Stra\u00dfen, im Parlament und vor Gerichten erstritten und erk\u00e4mpft worden sind.<\/p>\n\n\n\n<ul>\n<li>Idee und Konzeption: Cornelia Kogoj<\/li>\n\n\n\n<li>Autor*innen: Andreas Brunner, August G\u00e4chter, Margit Hauser unter Mitarbeit von Birge Krondorfer Mirjam Karoly, Cornelia Kogoj, Herbert Langthaler, Eleonore Lappin-Eppel, Volker Sch\u00f6nwiese, Vanessa Spanbauer und Vladimir Wakounig.<\/li>\n\n\n\n<li>Inhaltlicher Support: Jessica Beer, Gamze Ongan, Sabine Schwaighofer, Vladimir Wakounig<\/li>\n\n\n\n<li>Lektorat: Katharina Bacher<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<p>Gef\u00f6rdert aus Mitteln des <a href=\"https:\/\/erwachsenenbildung.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">BMFWF &#8211; Abt. Erwachsenenbildung<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/BMFWF_Logo-1024x348.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9203\" width=\"213\" height=\"71\" srcset=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/BMFWF_Logo-1024x348.jpg 1024w, https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/BMFWF_Logo-300x102.jpg 300w, https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/BMFWF_Logo-768x261.jpg 768w, https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/BMFWF_Logo.jpg 1361w\" sizes=\"(max-width: 213px) 100vw, 213px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\" \/>\n\n\n\n<p><strong>Fu\u00dfnoten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/06\/was-wir-fordern-2-minderheitenbewegungen-im-20-und-21-jahrhundert\/#sdfootnote1anc\">1<\/a> Slowenisch f\u00fcr \u201eGemeindeamt\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/06\/was-wir-fordern-2-minderheitenbewegungen-im-20-und-21-jahrhundert\/#sdfootnote2anc\">2<\/a> Milan Obid, <a href=\"http:\/\/othes.univie.ac.at\/11615\/1\/2010-10-22_0105674.pdf\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">Ethnizit\u00e4t und Minderheitendiskurs am Beispiel der \u00f6sterreichischen Solidarit\u00e4tsbewegung mit den K\u00e4rntner Slowenen in den 1970er Jahren<\/a>, Diplomarbeit, Wien, 2010, S. 34\u201352.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/06\/was-wir-fordern-2-minderheitenbewegungen-im-20-und-21-jahrhundert\/#sdfootnote3anc\">3<\/a> Vgl. dazu: <a href=\"https:\/\/derstandard.at\/2288594\/Hoechstgericht-erzwingt-zweisprachige-Ortstafeln\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">H\u00f6chstgericht erzwingt zweisprachige Ortstafeln<\/a>, 19.01.2006,<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/06\/was-wir-fordern-2-minderheitenbewegungen-im-20-und-21-jahrhundert\/#sdfootnote4anc\">4<\/a> Eine Anspielung auf Ceija Stojkas Buch \u201eWir leben im Verborgenen. Aufzeichnungen einer Romni zwischen den Welten\u201c, Picus Verlag, Wien 1988.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/06\/was-wir-fordern-2-minderheitenbewegungen-im-20-und-21-jahrhundert\/#sdfootnote5anc\">5<\/a> Siehe dazu die Dauerausstellung des <a href=\"http:\/\/ausstellung.de.doew.at\/b38.html\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">D\u00d6W<\/a> oder Erika Thurner,<a href=\"https:\/\/stimme.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2019\/05\/stimme100_web_s16-17.pdf\"> Solidarit\u00e4t in Opfer- und Gedenkgesellschaft<\/a>, in: <em>Stimme \u2013 Zeitschrift der Initiative Minderheiten <\/em>25 Jahre minorit\u00e4re Allianzen, 100\/2016, S. 16\u201317.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/06\/was-wir-fordern-2-minderheitenbewegungen-im-20-und-21-jahrhundert\/#sdfootnote6anc\">6<\/a> Hakan G\u00fcrses, <a href=\"https:\/\/stimme.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2019\/05\/stimme100_web_s08-11.pdf\">Minorisierung ohne Rechte. Ein Essay \u00fcber Volksgruppen, Eingewanderte und Minderheiten<\/a>, in: <em>Stimme \u2013 Zeitschrift der Initiative Minderheiten <\/em>25 Jahre minorit\u00e4re Allianzen, 100\/2016, S. 8\u201311.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/06\/was-wir-fordern-2-minderheitenbewegungen-im-20-und-21-jahrhundert\/#sdfootnote7anc\">7<\/a> Die Idee zum vorliegenden Projekt entstand auf einer Forschungsreise zu afroamerikanischen Museen in den USA, im Rahmen dessen sich immer wieder Allianzen zwischen unterschiedlichen Minderheiten feststellen lie\u00dfen.<br>Daraus ist die folgende Publikation entstanden: <a href=\"https:\/\/www.mandelbaum.at\/buch.php?id=900&amp;menu=buecher\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">Das amerikanische Museum. Sklaverei, Schwarze Geschichte und der Kampf um Gerechtigkeit in Museen der S\u00fcdstaaten<\/a>, erschienen 2019 im Mandelbaum Verlag.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/06\/was-wir-fordern-2-minderheitenbewegungen-im-20-und-21-jahrhundert\/#sdfootnote8anc\">8<\/a> Brittany Shoot, <a href=\"https:\/\/www.atlasobscura.com\/articles\/504-sit-in-san-francisco-1977-disability-rights-advocacy\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" class=\"broken_link\">The 1977 Disability Rights Protest That Broke Records and Changed Laws<\/a>, 09.11. 2017<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/06\/was-wir-fordern-2-minderheitenbewegungen-im-20-und-21-jahrhundert\/#sdfootnote9anc\">9<\/a> Maggie Shreve, <a href=\"https:\/\/www.ilru.org\/sites\/default\/files\/resources\/il_history\/IL_Movement.pdf\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">The Independent Living Movement: History and Philosophy to Implementation and Practice<\/a>, Workshop Manual, Chicago 2011, S. 9<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/06\/was-wir-fordern-2-minderheitenbewegungen-im-20-und-21-jahrhundert\/#sdfootnote10anc\">10<\/a> Bereits seit 1890 kandidierten slowenische Listen auf Gemeindeebene und schafften in der Ersten Republik mit der <em>Koro\u0161ka slovenska stranka<\/em> regelm\u00e4\u00dfig mit zwei Abgeordneten den Einzug in den K\u00e4rntner Landtag.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/06\/was-wir-fordern-2-minderheitenbewegungen-im-20-und-21-jahrhundert\/#sdfootnote11anc\">11<\/a> <a href=\"https:\/\/stimme.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2019\/05\/stimme110web_11-14.pdf\">Der Verfassungsgerichtshof ist Avantgarde. Minderheitenrechte zwischen Gesetzgebung und H\u00f6chstgerichtsurteilen<\/a>, in: <em>Stimme \u2013 Zeitschrift der Initiative Minderheiten <\/em>Rechts versus Recht \u2013 H\u00f6chstgerichte als H\u00fcter der Minderheitenrechte, 110\/2019, S. 11-14.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<p><em><strong>Cornelia Kogoj<\/strong>, Generalsekret\u00e4rin der Initiative Minderheiten. Kuratorin (mit Martina B\u00f6se und Sylvia Mattl) der Ausstellung \u201eGastarbajteri. 40 Jahre Arbeitsmigration\u201c (Wien Museum, 2004) und (mit Andrea H\u00e4rle, Michael Weese, Susanne Winkler und Werner Schwarz) der Ausstellung \u201eRomane Thana. Orte der Roma und Sinti\u201c (Wien Museum, 2015). Gemeinsam mit Christian Kravagna Autorin von <a href=\"https:\/\/www.mandelbaum.at\/buch.php?id=900&amp;menu=buecher\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">Das amerikanische Museum. Sklaverei, Schwarze Geschichte und der Kampf um Gerechtigkeit in Museen der S\u00fcdstaaten<\/a> (2019)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Was wir fordern!&#8220; bietet Erwachsenenbildner*innen eine kompakte Geschichte \u00fcber Minderheiten in \u00d6sterreich. Denn parallel zur Erstarkung rechtsextremer Parteien in Europa und einem zunehmenden Antisemitismus w\u00e4chst die Bedrohung f\u00fcr Gefl\u00fcchtete, LGBTIQ* und andere Minderheiten. 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