{"id":3436,"date":"2016-02-17T23:05:00","date_gmt":"2016-02-17T22:05:00","guid":{"rendered":"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/?p=3436"},"modified":"2026-03-29T18:29:18","modified_gmt":"2026-03-29T16:29:18","slug":"mehrsprachigkeit-in-wien-historisch-betrachtet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2016\/02\/mehrsprachigkeit-in-wien-historisch-betrachtet\/","title":{"rendered":"Symposium: Mehrsprachigkeit in Wien historisch betrachtet | 27. &#8211; 28.11.2013 | Museum f\u00fcr Volkskunde"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"371\" height=\"495\" src=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Bildschirmfoto-2025-08-23-um-15.47.21.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-9346\" srcset=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Bildschirmfoto-2025-08-23-um-15.47.21.png 371w, https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Bildschirmfoto-2025-08-23-um-15.47.21-225x300.png 225w\" sizes=\"(max-width: 371px) 100vw, 371px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Vom 27. bis 28. November 2013 fand im Museum f\u00fcr Volkskunde das Symposium &#8222;Mehrsprachigkeit in Wien historisch betrachtet&#8220; statt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Symposium vollzog eine Geschichte der Mehrsprachigkeit in Wien entlang von historischen Konfliktlinien. Hinterfragt wurde unter anderem der Mythos, wonach Mehrsprachigkeit in Wien in der Habsburgerzeit ein friedliches und gleichwertiges Nebeneinander gewesen sei. Auch wenn diese Zeit als gut aufgearbeitet erscheint, so gibt es mehr Leerstellen als vermutet.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor dem Hintergrund der zunehmenden Globalisierung hat sich das Spektrum der in Wien gesprochenen Sprachen noch einmal erweitert. Mehrsprachigkeit wird zwar als symbolisches und soziales Kapital wertgesch\u00e4tzt, gleichzeitig werden die Deutschkenntnisse zum vorrangigen Gradmesser der gesellschaftlichen Integration \u2014 und das auch nur bei bestimmten Migrant*innen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sprachgebrauch wird auch hier zum umk\u00e4mpften Terrain, denn Sprache ist nicht nur ein Medium der Kommunikation, \u00fcber Sprache werden soziale und kulturelle Differenzen verhandelt. Sprache hat sowohl eine kommunikative als auch eine sozialsymbolische Funktion. Insbesondere im Rahmen der Nationsbildung im 19. Jahrhundert gewann die Idee einer Nationalsprache f\u00fcr die Herstellung des gesellschaftlichen Zusammenhalts an Bedeutung. Vielf\u00e4ltige Anstrengungen wurden unternommen, die Sprachen der Eliten zu standardisieren und in der Bev\u00f6lkerung zu verbreiten. Wie in den jeweiligen Gesellschaften mit Mehrsprachigkeit als Zeichen sozialer Ausdifferenzierung umgegangen wird, unterliegt daher politischen Aushandlungsprozessen. Nicht zuf\u00e4llig entz\u00fcndeten sich die Nationalit\u00e4tenkonflikte zur Zeit der Habsburger Monarchie oftmals an Sprachproblemen und Sprachverordnungen. Im Rahmen des Symposions wurde daher die aktuelle Debatte zur Mehrsprachigkeit mit historischen Entwicklungen und Konfliktlinien in Verbindung gebracht.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch alle Vortr\u00e4ge zog sich die Frage nach dem symbolischen Gehalt von Sprache. Denn nicht alle Sprachen sind gleichwertig. Und dies ist nicht \u2013 wie gemeinhin oft angenommen \u2013 etwas naturgegebenes, sondern ein Konstrukt, das wirtschaftlichen, kolonialen oder politischen Interessen folgt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der erste Tag des Symposiums stand daher unter dem Motto \u201eSprachpolitiken\u201c. In den jeweiligen Vortr\u00e4gen wurde versucht, die auch f\u00fcr die Gegenwart bedeutenden Linien von Sprachpolitiken in verschiedenen Zeitr\u00e4umen zu skizzieren. Am zweiten Tag wurden historische und gegenw\u00e4rtige Beispiele von Sprachk\u00e4mpfen beleuchtet, die sich an konkreten Orten wie Schulen oder Verwaltungsinstitutionen abspielen bzw. abgespielt haben.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/09_Mehrsprachigkeit.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Programm<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Eine Veranstaltung der Initiative Minderheiten in Kooperation mit dem Forschungszentrum f\u00fcr historische Minderheiten, dem Arbeitskreis Archiv der Migration, dem lernraum.wien &#8211; VHS Wien, der AK Wien und dem \u00d6sterreichischen Museum f\u00fcr Volkskunde<\/p>\n\n\n\n<p>Medienpartner: BUM Media<\/p>\n\n\n\n<p>Wladimir Fischer, Vlatka Frketi\u0107, Cornelia Kogoj und Regina Wonisch (Programmkuratierung), Helga Kovrigar (Administration) und Sabine Schwaighofer (Finanzen)<\/p>\n\n\n\n<p>Gef\u00f6rdert aus Mitteln der MA 17 &#8211; Integration und Diversit\u00e4t &#8211; Stadt Wien<\/p>\n\n\n\n<p>Grafische Gestaltung: Beatrix Bakondy<\/p>\n\n\n<p><!-- \/wp:list --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom 27. bis 28. November 2013 fand im Museum f\u00fcr Volkskunde das Symposium &#8222;Mehrsprachigkeit in Wien historisch betrachtet&#8220; statt. Das Symposium vollzog eine Geschichte der Mehrsprachigkeit in Wien entlang von historischen Konfliktlinien. Hinterfragt wurde unter anderem der Mythos, wonach Mehrsprachigkeit&#46;&#46;&#46;<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":9348,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[49],"tags":[],"distributor_meta":false,"distributor_terms":false,"distributor_media":false,"distributor_original_site_name":"Initiative Minderheiten","distributor_original_site_url":"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3436"}],"collection":[{"href":"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3436"}],"version-history":[{"count":16,"href":"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3436\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10107,"href":"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3436\/revisions\/10107"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9348"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3436"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3436"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3436"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}