{"id":5494,"date":"2022-02-04T12:25:54","date_gmt":"2022-02-04T11:25:54","guid":{"rendered":"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/?p=5494"},"modified":"2022-07-07T11:58:19","modified_gmt":"2022-07-07T09:58:19","slug":"4-februar-1995-rassistischer-anschlag-auf-roma-und-romnja-in-oberwart","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2022\/02\/4-februar-1995-rassistischer-anschlag-auf-roma-und-romnja-in-oberwart\/","title":{"rendered":"Mirjam Karoly: Was wir fordern! \u201eOpre Roma thaj Romnja\u201c \u2013 Reflexionen aus der \u00f6sterreichischen Roma-Bewegung[1]"},"content":{"rendered":"\n<p>1971 kamen in London RomavertreterInnen aus 14 L\u00e4ndern Europas zum  ersten Internationalen Roma-Kongress zusammen. Sie legten das Lied  \u201eGelem, Gelem\u201c als gemeinsame Roma-Hymne fest und einigten sich auf eine  Roma-Flagge, um gemeinsam f\u00fcr die Interessen und Rechte der Roma in  Europa einzutreten. Einige Jahre sp\u00e4ter, 1978, ging aus dieser  Initiative die <em>International Romani Union<\/em> hervor und der 8. April wurde zum Internationalen Roma-Tag erhoben.<a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/04\/opre-roma-thaj-romnja-reflexionen-aus-der-oesterreichischen-roma-bewegung\/#_ftn2\">[2]<\/a>Dieses  Zusammentreffen schrieb damals nicht gro\u00df Geschichte, aber es markierte  die Anf\u00e4nge der internationalen politischen Selbstorganisation. In der  Folge kam es zu einer Reihe von Initiativen und Vernetzungen von Roma  auf lokaler, nationaler und europ\u00e4ischer Ebene, die in den folgenden  Jahrzehnten erfolgreich eine \u00d6ffentlichkeit f\u00fcr die Interessen der bis  zu zw\u00f6lf Millionen Angeh\u00f6rige z\u00e4hlenden \u2013 und damit gr\u00f6\u00dften Minderheit  in Europa \u2013 erreichen konnten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"694\" src=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/05_Wir-sind-gegen-das-Wort-Z_NEU-1024x694.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5171\" srcset=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/05_Wir-sind-gegen-das-Wort-Z_NEU-1024x694.jpg 1024w, https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/05_Wir-sind-gegen-das-Wort-Z_NEU-300x203.jpg 300w, https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/05_Wir-sind-gegen-das-Wort-Z_NEU-768x520.jpg 768w, https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/05_Wir-sind-gegen-das-Wort-Z_NEU-520x352.jpg 520w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>2012 initiierte der Musiker Harri Stojka die Aktion \u00bbIch bin gegen das Wort Zigeuner!\u00ab, die sich gegen die Verwendung dieses beleidigenden und herabw\u00fcrdigenden Begriffs gewendet hat. Unterst\u00fctzt wurde die Aktion von zahlreichen Prominenten. Das Foto zeigt den Gr\u00fcndungstag dieser Kampagne mit der ersten Fotosession im Cafe Korb am 21. M\u00e4rz 2012, dem \u201eInternationalen Tag gegen Rassismus\u201c. Foto: Reinhard Loidl. \u00a9 Valerie und Harri Stojka <br><br><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Ein Resultat der Arbeit vieler Roma-Frauen und -M\u00e4nner und Unterst\u00fctzerInnen ist unter anderem die Annahme des \u201eEU-Rahmens f\u00fcr nationale Strategien zur Integration der Roma\u201c bis 2020 (EU-Rahmen f\u00fcr nationale Roma-Strategien) durch die EU-Mitgliedsstaaten im Jahr 2011, wie auch eine Reihe von anderen internationalen und europ\u00e4ischen Initiativen, die die Bek\u00e4mpfung von Diskriminierung und die Chancengleichheit f\u00fcr Roma zum Ziel haben. Indien gilt zwar als Herkunfts- und somit urspr\u00fcngliches Heimatland der Roma, aber es agiert nicht als Schutzmacht f\u00fcr die Rechte der Roma auf internationaler oder bilateraler Ebene. Umso wichtiger ist die Verantwortung der einzelnen Nationalstaaten, in denen Roma seit Jahrhunderten beheimatet sind, und der Internationalen Gemeinschaft, die die Einhaltung der Menschenrechte einschlie\u00dflich der Minderheitenrechte beobachtet und \u00fcberpr\u00fcft.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/01_AslanKudrnofsky-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5744\" srcset=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/01_AslanKudrnofsky-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/01_AslanKudrnofsky-300x200.jpg 300w, https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/01_AslanKudrnofsky-768x512.jpg 768w, https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/01_AslanKudrnofsky-520x347.jpg 520w, https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/01_AslanKudrnofsky.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Mahnwache im Gedenken der Opfer von Polizeigewalt am 27. Juni 2021, Platz der Menschenrechte in Wien: Nach dem gewaltsamen Tod des tschechischen Rom Stanislav Tom\u00e1\u0161 rief die H\u00f6chschu\u0308ler<em>innenschaft \u00d6sterreichischer Roma und Romnja (H\u00d6R) gemeinsam mit einem breiten Bu\u0308ndnis von Organisationen und Aktivist<\/em>innen zu einer Mahnwache auf. Ein Polizist hatte sechs Minuten lang mit dem Knie auf Tom\u00e1\u0161\u2019 Genick gedru\u0308ckt. Foto: Aslan Kudrnofsky <br><br><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Roma in Europa sind eine heterogene Ethnie, die sich aus einer Vielzahl  verschiedener Roma-Gruppen zusammensetzt und unterschiedliche  Selbstbezeichnungen verwendet (u.a. Arlija, Gurbet, Kaale, Kaldera\u0161,  Lovara, Manu\u0161, Sepe\u010dides, Sinti etc.)<a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/04\/opre-roma-thaj-romnja-reflexionen-aus-der-oesterreichischen-roma-bewegung\/#_ftn3\">[3]<\/a>,  wobei sich viele auch als Roma bezeichnen. Sprache und Kultur der  Roma-Gruppen sind weiters auch durch kultur-und l\u00e4nderspezifische  Charakteristika bzw. regionale Eigenheiten gepr\u00e4gt. Gemeinsam blicken  Roma europaweit auf eine jahrhundertelange Erfahrung von Ausgrenzung und  staatlich legitimierter Verfolgung zur\u00fcck, die in der Zeit des  Nationalsozialismus im V\u00f6lkermord gipfelte. Trotzdem konnten sie sich  bis heute behaupten und haben ihre bis in die j\u00fcngste Vergangenheit nur  m\u00fcndlich \u00fcberlieferte Sprache und Kultur bewahrt. Zudem haben  Pers\u00f6nlichkeiten zum kulturellen und gesellschaftlichen Erbe Europas  beigetragen und sind gemeinsam gegen anhaltende Diskriminierung und f\u00fcr  die Durchsetzung ihrer B\u00fcrgerInnenrechte eingetreten. Dabei verliefen  die lokalen und nationalen Initiativen in den einzelnen L\u00e4ndern  scheinbar unabh\u00e4ngig voneinander, aber diese stehen insgesamt doch f\u00fcr  eine Zeit des Aufbruchs und scheinen auch von allgemeineren  geopolitischen Entwicklungen und \u00fcberregionalen Prozessen beeinflusst  worden zu sein.<\/p>\n\n\n\n<h4><strong>Anf\u00e4nge in \u00d6sterreich <\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Als in \u00d6sterreich 1976 das Volksgruppengesetz  beschlossen wurde, sprach sich die juristische ExpertInnenmeinung gegen  die Anerkennung der Roma als \u00f6sterreichische Minderheit aus, da sie, so  die Annahme, als \u201eNomaden\u201c \u00fcber kein angestammtes Heimatgebiet in  \u00d6sterreich verf\u00fcgen.<a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/04\/opre-roma-thaj-romnja-reflexionen-aus-der-oesterreichischen-roma-bewegung\/#_ftn4\">[4]<\/a>  Diese Einsch\u00e4tzung und damit die Verwehrung des Status einer  \u00f6sterreichischen Volksgruppe als anerkannte Minderheit mit eigener  Sprache und Kultur ging Hand in Hand mit einer lang anhaltenden  Ausgrenzungspolitik gegen\u00fcber Roma in \u00d6sterreich. Ihren radikalsten  Ausdruck fand diese im nationalsozialistischen V\u00f6lkermord an den Roma.  Danach war die Politik der 2. Republik gekennzeichnet von mangelndem  Unrechtsbewusstsein gegen\u00fcber den Roma-Opfern des Holocaust, von der  Rehabilitation der T\u00e4terInnen sowie durch eine Kontinuit\u00e4t von  Diskriminierung und Rassismus.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"720\" src=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/02_Mahnmal-1024x720.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1875\" srcset=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/02_Mahnmal-1024x720.jpg 1024w, https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/02_Mahnmal-300x211.jpg 300w, https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/02_Mahnmal-768x540.jpg 768w, https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/02_Mahnmal-520x366.jpg 520w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>1984 wurde ein erstes Mahnmal f\u00fcr die im Nationalsozialismus ermordeten Roma und Sinti im burgenl\u00e4ndischen Lackenbach errichtet. Im Bild: Der Wiener Sinto Josef Fojn bei der Enth\u00fcllung des Roma-Gedenksteines in Lackenbach im Oktober 1984.\n\u00a9 Erika Thurner1984 wurde ein erstes Mahnmal f\u00fcr die im Nationalsozialismus ermordeten Roma und Sinti im burgenl\u00e4ndischen Lackenbach errichtet. Im Bild: Der Wiener Sinto Josef Fojn bei der Enth\u00fcllung des Roma-Gedenksteines in Lackenbach im Oktober 1984.\n\u00a9 Erika Thurner<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>In Deutschland kam es erstmals 1982 zu einer \noffiziellen Anerkennung des nationalsozialistischen V\u00f6lkermordes an den \nRoma durch Bundeskanzler Helmut Schmidt. Ma\u00dfgeblich beteiligt an dieser \nnoch jungen B\u00fcrgerInnenrechtsbewegung deutscher Sinti und Roma waren die\n Br\u00fcder Vinzenz und Oskar Rose, beide \u00dcberlebende der NS-Verfolgung. \n1982 m\u00fcndete die Bewegung in der Gr\u00fcndung des <em>Zentralrates Deutscher Sinti und Roma<\/em>.\n Einen wichtigen Beitrag f\u00fcr die Diskussion zur Aufarbeitung von \nNS-V\u00f6lkermord und Verfolgung lieferte auch die Sintizza Melanie Spitta, \ndie sich als B\u00fcrgerrechtlerin und Filmemacherin in ihren \nDokumentarfilmen mit dem Schicksal deutscher Sinti und Roma und \nverwehrter Wiedergutmachung auseinandersetzte.<a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/04\/opre-roma-thaj-romnja-reflexionen-aus-der-oesterreichischen-roma-bewegung\/#_ftn5\">[5]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>In \u00d6sterreich, wo nur 10 Prozent der 1938 insgesamt  11.000 Personen z\u00e4hlenden Roma (vorwiegend Burgenland-Roma, aber auch  eine kleinere Gruppe von Sinti und Lovara) \u00fcberlebt hatten, stellte man  Ende der 1980er Jahre \u00e4hnliche Forderungen. Wichtige Impulse kamen dabei  von der nun einsetzenden historischen Aufarbeitung des NS-V\u00f6lkermordes  an den \u00f6sterreichischen Roma. Pionierarbeit dazu lieferte die  Historikerin Erika Thurner mit ihrer Forschung zur NS-Verfolgung der  Roma in \u00d6sterreich Anfang der 1980er Jahre.<a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/04\/opre-roma-thaj-romnja-reflexionen-aus-der-oesterreichischen-roma-bewegung\/#_ftn6\">[6]<\/a>  Aber auch WissenschafterInnen anderer Disziplinen begannen, die  Geschichte und Kultur, einschlie\u00dflich der reichen Musikkultur und  Sprache der Roma, wissenschaftlich aufzuarbeiten.<a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/04\/opre-roma-thaj-romnja-reflexionen-aus-der-oesterreichischen-roma-bewegung\/#_ftn7\">[7]<\/a> Im Zuge dieser Entwicklung gingen nun erstmals auch Roma in \u00d6sterreich mit ihren Lebensgeschichten an die \u00d6ffentlichkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor allem die  Ver\u00f6ffentlichung des Buches \u201eWir leben im Verborgenen\u201c, in dem die  Lovarkina und Auschwitz-\u00dcberlebende Ceija Stojka mit ihrer Geschichte  vielen Roma eine Stimme gab, erreichte eine breite \u00d6ffentlichkeit.  Weitere literarische Zeugnisse von Roma sollten bald folgen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Bildschirmfoto-2022-07-07-um-11.57.06.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-5747\" width=\"517\" height=\"825\" srcset=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Bildschirmfoto-2022-07-07-um-11.57.06.png 227w, https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Bildschirmfoto-2022-07-07-um-11.57.06-188x300.png 188w\" sizes=\"(max-width: 517px) 100vw, 517px\" \/><figcaption>Ceija Stojka (Foto: Renata Erich)<br> \u00a9 Romano Centro<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>\u00c4hnlich wie in Deutschland \nformierten sich die Forderungen um die Anerkennung und geschichtliche \nAufarbeitung des NS-V\u00f6lkermordes, um Gleichstellung mit anderen \nHolocaust-Opfern und um die Beendigung anhaltender Diskriminierung, die \nf\u00fcr viele Roma vor allem in der Schule und am Arbeitsplatz, aber auch in\n anderen Bereichen nach wie vor gro\u00dfe Benachteiligung brachte. Im engen \nAustausch und unter Beteiligung von unterschiedlichen Roma-Gruppen \u2013 \nFrauen und M\u00e4nner, VertreterInnen der j\u00fcngeren Generation (u.a. Susanne \nBaranayi und Emmerich G\u00e4rnter-Horvath in Oberwart) und engagierte \nWissenschaftlerInnen und MenschenrechtsaktivistInnen im Burgenland, in \nWien und in anderen, kleineren St\u00e4dten \u2013 kam es schlie\u00dflich Ende der \n1980er Jahre zur ersten Selbstorganisation, um gemeinsame Ziele zu \nverfolgen und gegen Ungleichbehandlung aufzutreten. Im Jahr 1989 wurde \nschlie\u00dflich im burgenl\u00e4ndischen Oberwart der erste Romaverein gegr\u00fcndet,\n der <em>Verein Roma Oberwart<\/em>. Dass sich die Anf\u00e4nge der \n\u00f6sterreichischen Roma-Bewegung in der burgenl\u00e4ndischen Gemeinde Oberwart\n formierten, ist kein Zufall. War es doch der einzige Ort, in dem es in \nder Nachkriegszeit wieder zu einer gr\u00f6\u00dferen Ansiedlung von Roma gekommen\n war und Mechanismen der Stigmatisierung und Ausgrenzung von Roma \nsichtbarer waren als in urbanen Gebieten. Bezeichnend daf\u00fcr war auch die\n Wohnsituation. So war die sogenannte \u201eRoma-Siedlung\u201c in Oberwart \nr\u00e4umlich segregiert von der Oberwarter Ortschaft, aber auch die \nSchulkarrieren vieler Roma-Kinder bis Mitte der 1980er Jahre \nbeschr\u00e4nkten sich vorwiegend auf Sonderschul- bzw. maximal \nHauptschulabschl\u00fcsse. Viele Roma waren darauf angewiesen, als \nHilfsarbeiterInnen zu arbeiten, und beispielsweise am Arbeitsamt oder in\n Lokalen (\u201eLokalverbot\u201c) von Alltagsrassismus betroffen.<a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/04\/opre-roma-thaj-romnja-reflexionen-aus-der-oesterreichischen-roma-bewegung\/#_ftn8\">[8]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Die Initiative der Gr\u00fcndung einer  Interessensvertretung war auch eng mit dem \u201eGedenkjahr 1988\u201c verkn\u00fcpft,  in dem Bundeskanzler Franz Vranitzky den NS-V\u00f6lkermord an den Roma  ideell anerkannte. Die Entwicklungen dieser Jahre signalisierten die  zunehmende Bewusstseinsbildung und Emanzipation der Roma in \u00d6sterreich.  So folgten auch alsbald weitere Organisationsgr\u00fcndungen: 1991 wurde in  Wien unter der F\u00fchrung von Rudolf Sark\u00f6zi der <em>Kulturverein \u00f6sterreichischer Roma<\/em> gegr\u00fcndet. Im selben Jahr formierte sich auch der <em>Verein Romano Centro<\/em>,  der die unterschiedlichen in \u00d6sterreich vertretenen Roma-Gruppen  repr\u00e4sentiert (u.a. Lovara, Burgenland-Roma, Sinti, Kaldera\u0161, Gurbet,  Arlije).<\/p>\n\n\n\n<h4><strong>Roma im Blickwinkel der internationalen Menschenrechtsagenda<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Abgesehen von den inner\u00f6sterreichischen Prozessen \nkam es in dieser Zeit auch international zu einer gr\u00f6\u00dferen \nAufmerksamkeit f\u00fcr die Situation der Roma. Im Zuge der Aufl\u00f6sung des \nkommunistischen Staatenverbandes und der einsetzenden politischen Wende \nAnfang der 1990er Jahre wurden Roma als S\u00fcndenb\u00f6cke stigmatisiert, an \ndenen sich die Frustration der Bev\u00f6lkerung \u00fcber die mit der \nTransformation einhergehende wirtschaftliche Verschlechterung entlud. \nBerichte \u00fcber pogromartige \u00dcbergriffe auf Roma in Rum\u00e4nien oder \nHasskriminalit\u00e4t und rassistische Gewalt gegen Roma in Bulgarien, der \nTschechischen Republik, der Slowakei oder Ungarn h\u00e4uften sich wie auch \nBerichte \u00fcber Hassreden und Anti-Roma-Rhetorik von PolitikerInnen und \nMedien. Auch in Westeuropa kam es insbesondere gegen Roma-MigrantInnen \naus Zentral- und Osteuropa zu einem Anstieg stigmatisierender \nBerichterstattungen und diskriminierender Hetze. Die negative \n\u00f6ffentliche Meinung bediente sich alter Vorteile \u00fcber die als solche \nbezeichneten \u201eunsteten, wandernden, arbeitsscheuen, kriminellen und \nasozialen Zigeuner\u201c. Diese Ereignisse r\u00fcttelten aber auch die \nInternationale Gemeinschaft wach. Zu offensichtlich waren die \ndesastr\u00f6sen Lebenswirklichkeiten vieler Roma, die strukturellen \nDiskriminierungen und Rassismen, die Verletzung fundamentaler Freiheiten\n und Menschenrechte und das Versagen vieler Staaten, die Rechte ihrer \nRoma-B\u00fcrgerInnen zu sch\u00fctzen und zu garantieren. Auch auf der Ebene des \nMinderheitenschutzes zeigte sich, dass Roma in vielen L\u00e4ndern im \nVergleich zu anderen Sprach- oder ethnischen Minderheitengruppen \nschlechter gestellt oder nicht ber\u00fccksichtigt waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor diesem Hintergrund waren es vor allem \ninternationale Organisationen und europ\u00e4ische Institutionen mit dem \nMandat zur Wahrung der Menschenrechte oder Umsetzung der \nMinderheitenrechte, die mit ihrer Arbeit auf die Problemlage hinwiesen \nund konkrete Empfehlungen f\u00fcr deren Verbesserung auf lokaler und \nnationaler Ebene lieferten. Aber auch der zunehmende Dialog zwischen \nStaatenvertreterInnen und der Roma-Zivilgesellschaft in internationalen \nForen erm\u00f6glichten es, die Stimmen der Roma-Frauen und -M\u00e4nner und deren\n Anliegen zu h\u00f6ren. Immer st\u00e4rker zeigte sich an diesem Diskurs aber \nauch, dass es \u00fcber den allgemeinen Minderheitenschutz hinaus auch eines \ngenerellen affirmativen Ansatzes bedarf, um gleiche Rechte und Chancen \nf\u00fcr Roma-B\u00fcrgerInnen zu erm\u00f6glichen und strukturelle Diskriminierung und\n Rassismus abzubauen. \u00d6sterreich, das \u00fcber andere historische und \ngeopolitische Voraussetzungen verf\u00fcgte, hob sich zwar in vielerlei \nHinsicht von diesen Beispielen in anderen L\u00e4ndern ab. Unter anderem auch\n deshalb, weil die Roma-Community im europ\u00e4ischen Vergleich zahlenm\u00e4\u00dfig \nrelativ klein ist, k\u00e4mpften Roma hier aber mit anderen \nHerausforderungen. Dennoch gab es durchaus Parallelen hinsichtlich \nAlltagsrassismus, struktureller Diskriminierung im Bildungsbereich oder \nauch in der Verwehrung des Minderheitenschutzes.<\/p>\n\n\n\n<p>Im M\u00e4rz 1992 brachten VertreterInnen des <em>Kulturvereins \u00f6sterreichischer Roma<\/em> und des <em>Vereins Roma Oberwart<\/em>\n gemeinsam bei der Bundesregierung und beim Parlamentspr\u00e4sidium die \nPetition zur Anerkennung der Roma als \u00f6sterreichische Volksgruppe ein. \nDabei war Rudolf Sark\u00f6zi, Angeh\u00f6riger der Burgenland-Roma, die zentrale \nFigur und treibende Kraft hinter dieser politischen Forderung. Aufgrund \nseines langj\u00e4hrigen Engagements innerhalb der SP\u00d6 verf\u00fcgte er auch \u00fcber \ndie notwendige politische Erfahrung und \u00fcber Kenntnisse, diese Forderung\n voranzutreiben. Im Jahr darauf, am 16. Dezember 1993, erfolgte \nschlie\u00dflich mit einstimmigem Beschluss des Hauptausschusses des \nNationalrates die Anerkennung der \u00f6sterreichischen Roma als \u201eVolksgruppe\n der Roma\u201c (dabei gilt Roma als Oberbegriff f\u00fcr die verschiedenen in \n\u00d6sterreich lebenden autochthonen Untergruppen: Burgenland-Roma, Sinti, \nLovara). Zwei Jahre sp\u00e4ter wurde dann der Volksgruppenbeirat der Roma \nmit acht Beir\u00e4tInnen eingerichtet und somit waren die Roma anderen in \n\u00d6sterreich anerkannten Minderheiten gleichgestellt. Der Roma-Beirat wies\n ein relativ ausgewogenes Geschlechterverh\u00e4ltnis auf, vor allem was die \nvon den Roma-Vereinen nominierten VertreterInnen betraf. Gleichzeitig \nwar er jedoch in seiner Komposition, Beschickung durch die Vereine und \nin seinem internen Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnis (von 1995 \u2013 2016 war Rudolf Sark\u00f6zi,\n Obmann des <em>Kulturvereins<\/em>, Vorsitzender des Beirates) und \nAbstimmungsverhalten wenig dynamisch, sondern orientierte sich meist an \nden Agenden der gr\u00f6\u00dferen Vereine, die auf die Unterst\u00fctzung der gro\u00dfen \nParteien z\u00e4hlen konnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Anerkennung als Volksgruppe war ein wichtiger \nSchritt f\u00fcr die gesellschaftspolitische Akzeptanz. Mit Anwendung des \nVolksgruppengesetzes er\u00f6ffneten sich zudem viele neue M\u00f6glichkeiten: So \nwurde in enger Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Forschung (vor allem \nmit der Karl-Franzens-Universit\u00e4t Graz und mit Unterst\u00fctzung des reichen\n Repertoires des Phonogrammarchivs der \u00d6sterreichischen Akademie der \nWissenschaften) die Sprache der Roma \u2013 vorerst das Burgenland-Roman \u2013 \nkodifiziert und Lernunterlagen f\u00fcr den schulischen und au\u00dferschulischen \nBereich erstellt.<a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/04\/opre-roma-thaj-romnja-reflexionen-aus-der-oesterreichischen-roma-bewegung\/#_ftn9\">[9]<\/a>\n Im Burgenland wurde an einigen Schulen Romani als Freifach angeboten. \nInsgesamt kam es zu einem gr\u00f6\u00dferen wissenschaftlichen Interesse und zu \nForschungen. Die Vertretungsorganisationen konnten aktiv Basisarbeit \nleisten und teils ihre Strukturen konsolidieren. Dazu z\u00e4hlen auch die \nwichtige Aufkl\u00e4rungs- und Informationsarbeit, das Ver\u00f6ffentlichen von \nMedien in der Minderheitensprache (Radio, Zeitungen in Romani\/Romanes \nund auf Deutsch), Veranstaltungen zur F\u00f6rderung von Kunst und Kultur \n(Musik, Literatur, Malerei etc.) und die F\u00f6rderung des interkulturellen \nDialogs sowie der Abbau von Vorurteilen und Rassismus. Es zeigte sich \naber auch, dass das Volksgruppengesetz allein mit dem Fokus auf die \nF\u00f6rderung und Wahrung der Sprache und Kultur nicht alle wichtigen \nBelange, vor allem die soziale Ungleichheit und Diskriminierung, mit \ndenen Roma bis heute konfrontiert sind, abzudecken vermochte.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend die F\u00f6rderung von Kultur und Sprache sowie \ndie Erinnerungs- und Gedenkarbeit, die Wiedergutmachung und die \nAnerkennung des NS-V\u00f6lkermordes allen Vereinen ein wichtiges Anliegen \nwar, gab es auch partikulare Schwerpunkte. So fokussierte sich der <em>Kulturverein \u00f6sterreichischer Roma<\/em>\n auf die Aufarbeitung der NS-Geschichte (u.a. durch die namentliche \nErfassung der Roma-Holocaustopfer) sowie auf die politische Lobbyarbeit.\n Der <em>Verein Roma<\/em> in Oberwart f\u00fchrte eine sehr konkrete \nBasisarbeit vor Ort durch, organisierte Lernbetreuungen und \nSprachf\u00f6rderungen f\u00fcr Kinder und bot arbeitsmarkpolitische Beratungen \nan. Das <em>Romano Centro<\/em> wiederum suchte den Austausch und die \nVernetzung mit internationalen Romavertretungen, setzte sich f\u00fcr die \nVerbesserung der Bildungssituation der Romakinder in Wien ein und \nleistete Rechtsbeistand sowie Sozialarbeit. Zudem kam es zu einer Reihe \nvon weiteren Initiativen und Vereinsgr\u00fcndungen. Beispielsweise war der \nVerein <em>Ketani<\/em> in Linz \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum sehr aktiv. \nDort engagierte sich insbesondere die Sintizza Rosa Martl, Tochter von \nRosa Winter, die der NS-Verfolgung entkommen war, um die Anliegen der im\n Raum Linz lebenden Sinti zu vertreten. Manche der Initiativen waren von\n langer, manche von k\u00fcrzerer Dauer.<a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/04\/opre-roma-thaj-romnja-reflexionen-aus-der-oesterreichischen-roma-bewegung\/#_ftn10\">[10]<\/a> Auch im Burgenland kam es in der Folge zur Neuorientierung und Entstehung weiterer Organisationen wie z.B. <em>Roma-Service<\/em>,\n einem Verein, der sich vor allem der F\u00f6rderung und Wahrung der Sprache \nund Kultur der Burgenland-Roma widmet und die bessere Verankerung des \nRomani in den Medien (\u00f6ffentliches Radio und Fernsehen) zum Ziel hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Das durch die Anerkennung best\u00e4rkte Engagement und \ndie Emanzipationsbewegung der Roma in \u00d6sterreich erlitten mit dem \nrassistisch motivierten Bombenattentat auf die Oberwarter Roma, das in \nder Nacht vom 4. auf den 5. Februar 1995 vier Menschen das Leben \nkostete, \u2013 Erwin Horvath, Karl Horvath, Peter Sark\u00f6zi und Josef Simon -,\n einen gro\u00dfen R\u00fcckschlag. So war das politische Auftreten der Roma nach \nwie vor etwas Neues und so manche f\u00fcrchteten, dass die \u201eneue \n\u00d6ffentlichkeit\u201c der Gemeinschaft einen gro\u00dfen Schaden, etwa durch \nrassistisch motivierte Gewalt, zuf\u00fcgen k\u00f6nnte. Das in der 2. Republik \nschwerste politisch motivierte Attentat katapultierte aber auch die \nSituation der Roma in \u00d6sterreich ins \u00f6ffentliche Bewusstsein und zwang \ndie Politik, sich ihre Vers\u00e4umnisse in Bezug auf die lokale \ndiskriminierende Bildungs-, Arbeits- und Wohnpolitik einzugestehen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"930\" height=\"623\" src=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Bildschirmfoto-2022-02-04-um-12.19.31-Kopie-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5492\" srcset=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Bildschirmfoto-2022-02-04-um-12.19.31-Kopie-2.jpg 930w, https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Bildschirmfoto-2022-02-04-um-12.19.31-Kopie-2-300x201.jpg 300w, https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Bildschirmfoto-2022-02-04-um-12.19.31-Kopie-2-768x514.jpg 768w, https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Bildschirmfoto-2022-02-04-um-12.19.31-Kopie-2-520x348.jpg 520w\" sizes=\"(max-width: 930px) 100vw, 930px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Anl\u00e4sslich  der 27. Wiederkehr des Rohrbombenattentats vom 4. Februar 1995, bei dem  vier Volksgruppenangeh\u00f6rige der Roma ermordet wurden, gedenken wir<strong> Erwin Horvath, Karl Horvath, Peter Sark\u00f6zi und Josef Simon<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig best\u00e4rkte dieser tragische Anschlag aber auch die zivilgesellschaftlichen Roma-AkteurInnen in ihrem Eintreten f\u00fcr die Rechte und f\u00fcr den Abbau von Vorurteilen mehr denn je. Ma\u00dfnahmen zur Verbesserung der sozialen und wirtschaftlichen Lage, die Aufarbeitung und Anerkennung der NS-Verfolgung, die Errichtung von Mahnmalen und die Einf\u00fchrung offizieller Gedenktage sowie die Aufkl\u00e4rung und der Abbau von Vorurteilen in der Mehrheitsgesellschaft wurden als wichtige Ziele definiert, um eine nachhaltige Verbesserung der Situation der Roma zu erwirken und die bestehende Stigmatisierung der Mehrheitsgesellschaft abzubauen.<\/p>\n\n\n\n<h4><strong>Mit Roma \u2013 f\u00fcr Roma: Umfassender Ansatz f\u00fcr Chancengleichheit<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>In den 1990er Jahren setzte sich auch auf \ninternationaler Ebene die Forderung nach einem umfassenderen Ansatz zur \nVer\u00e4nderung der Situation der Roma durch, der in erster Linie auf die \nBek\u00e4mpfung von Diskriminierung und Rassismus abzielte wie auch auf \ngezielte Ma\u00dfnahmen zur Verbesserung der Situation der Roma in den \nBereichen Bildung, Arbeit, Wohnen, Gesundheit und zur Herstellung von \nChancengleichheit. Die Annahme des \u201eAktionsplanes zur Verbesserung der \nSituation der Roma und Sinti\u201c durch die Mitgliedstaaten der Organisation\n f\u00fcr Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) im Jahr 2003<a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/04\/opre-roma-thaj-romnja-reflexionen-aus-der-oesterreichischen-roma-bewegung\/#_ftn11\">[11]<\/a> wie auch die Dekade zur Inklusion der Roma 2005\u20132015<a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/04\/opre-roma-thaj-romnja-reflexionen-aus-der-oesterreichischen-roma-bewegung\/#_ftn12\">[12]<\/a> oder zuletzt der \u201eEU-Rahmen f\u00fcr nationale Strategien zur Integration der Roma\u201c (EU-Rahmen f\u00fcr nationale Roma-Strategien)<a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/04\/opre-roma-thaj-romnja-reflexionen-aus-der-oesterreichischen-roma-bewegung\/#_ftn13\">[13]<\/a>\n reflektieren diesen Ansatz und sind insofern auch Erfolge der \nbest\u00e4ndigen Roma-Zivilgesellschaft, die sich auch international \neinbringt. Bezeichnend daf\u00fcr ist auch der Slogan \u201eMit Roma \u2013 f\u00fcr Roma\u201c, \nder die Erkenntnis zum Ausdruck bringt, dass erfolgreiche politische \nMa\u00dfnahmen auf gleichberechtigter Beteiligung von Roma-Frauen und \n-M\u00e4nnern beruhen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese internationalen und europ\u00e4ischen Standards, \nvor allem des \u201eEU-Rahmens f\u00fcr nationale Roma-Strategien\u201c, bewirkten seit\n 2011 auch in \u00d6sterreich ein verst\u00e4rktes T\u00e4tigwerden im \narbeitsmarktpolitischen, Sozial- und Bildungsbereich. Sind doch alle \nEU-Mitgliedsl\u00e4nder verpflichtet, nationale Roma-Strategien zu erstellen \nund die Zielvorgaben bis 2020 umzusetzen, wof\u00fcr die EU unter anderem im \nRahmen des Europ\u00e4ischen Sozialfonds (ESF) auch finanzielle Mittel zur \nVerf\u00fcgung stellt. In diesem Rahmen haben auch einige \nRoma-Vertretungsorganisationen erfolgreiche Initiativen gesetzt, um \nVoraussetzungen f\u00fcr den Einstieg ins Berufsleben zu verbessern oder die \nQualifzierung zu erh\u00f6hen, wie z.B. das Vermittlungsangebot des Projektes\n <em>Thara Romani Zor! <\/em>der Volkshilfe Wien oder der in Oberwart angesiedelten Initiative des Vereins <em>Karika<\/em>. Darunter fallen auch Ma\u00dfnahmen, die im Bildungsbereich ansetzen, z.B. die von <em>Romano Centro<\/em> geleitete Roma-Schulmediation.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn diese Entwicklung den \nVertretungsorganisationen erm\u00f6glichte, die T\u00e4tigkeiten im \narbeitsmarktpolitischen, Sozial- und Bildungsbereich zu vertiefen, so \nbleiben diese Initiativen doch projektgebunden und auf den \nF\u00f6rderungszeitraum beschr\u00e4nkt. Manche Organisationen fordern daher eine \n\u00dcbernahme und Institutionalisierung von erfolgreichen Ma\u00dfnahmen (z.B. \nRoma-Schulmediation, Roma-MuttersprachenlehrerInnen, gezielte Ma\u00dfnahmen \nzur Bildungsf\u00f6rderung und Sensibilisierung der Beh\u00f6rden) sowie st\u00e4rkere \nEinbindung und Verantwortung der ma\u00dfgeblichen Stellen. So ist \nbeispielsweise die \u201eStrategie zur Fortf\u00fchrung der Inklusion der Roma in \n\u00d6sterreich\u201c<a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/04\/opre-roma-thaj-romnja-reflexionen-aus-der-oesterreichischen-roma-bewegung\/#_ftn14\">[14]<\/a>\n den lokalen Beh\u00f6rden und zust\u00e4ndigen Integrationsstellen kaum bekannt \nbzw. es werden auf lokaler Ebene, abgesehen von den \nVertretungsorganisationen, keine gezielten Ma\u00dfnahmen zur Umsetzung der \nStrategie durchgef\u00fchrt. Es fehlt an gesicherten Daten bzw. umfassenden \nAnalysen der Situation der Roma in \u00d6sterreich. Die Politik bezieht sich \nnach wie vor auf die Erfahrungsberichte der Vertretungsorganisationen.<\/p>\n\n\n\n<p>Abgesehen von Forderungen nach Chancengleichheit  setzt sich in j\u00fcngster Vergangenheit vor allem auch von Seiten der  Roma-Jugendbewegung (die sich um den Verein <em>Romano Centro<\/em>  formiert hat) die Forderung nach einer offiziellen Anerkennung von  Antiziganismus als spezielle Form des Rassismus und den daraus  abzuleitenden Ma\u00dfnahmen zur Bek\u00e4mpfung des Antiziganismus durch<a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/04\/opre-roma-thaj-romnja-reflexionen-aus-der-oesterreichischen-roma-bewegung\/#_ftn15\">[15]<\/a>.  Dies ist auch eine Antwort auf den \u00f6ffentlichen Diskurs um die  Roma-Migration, die sich vor allem im Zuge der EU-Erweiterung 2004 und  2007, aber auch in j\u00fcngster Zeit im Zuge der allgemeineren  Migrationsdebatte wieder versch\u00e4rfte und sich alter Stereotype bediente.  Die Forderung nach einer breiten Anerkennung von und Ma\u00dfnahmen gegen  Antiziganismus wird von VertreterInnen der Romazivilgesellschaft auch  auf europ\u00e4ischer Ebene eingefordert und erf\u00e4hrt in j\u00fcngster Zeit  zunehmend Unterst\u00fctzung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/03_Soraya_Post-683x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1876\" width=\"438\" height=\"657\" srcset=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/03_Soraya_Post-683x1024.jpg 683w, https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/03_Soraya_Post-200x300.jpg 200w, https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/03_Soraya_Post-768x1152.jpg 768w, https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/03_Soraya_Post-520x780.jpg 520w\" sizes=\"(max-width: 438px) 100vw, 438px\" \/><figcaption>Die schwedische Romni und EU-Abgeordnete Soraya Post. \u00a9 Parliament Magazine<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>So forderte das Europ\u00e4ische Parlament unter der \nFederf\u00fchrung der schwedischen Romni und Abgeordneten Soraya Post in \neiner Resolution zur Bek\u00e4mpfung von Antiziganismus vom 25. Oktober 2017<a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/04\/opre-roma-thaj-romnja-reflexionen-aus-der-oesterreichischen-roma-bewegung\/#_ftn16\">[16]<\/a>\n die Staaten auf, ihre Gesellschaften f\u00fcr Antiziganismus zu \nsensibilisieren, um Marginalisierung und gesellschaftlichen Ausschluss \nvon Roma effektiv zu bek\u00e4mpfen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4hnlich scheint dieser Diskurs zur Bek\u00e4mpfung von \nAntiziganismus auch die gegenw\u00e4rtige Debatte um die Fortf\u00fchrung des \n\u201eEU-Rahmens f\u00fcr nationale Roma-Strategien\u201c nach 2020 zu beeinflussen. So\n bezeichnet die EU-Grundrechteagentur Antiziganismus \u201eals gr\u00f6\u00dftes \nHindernis\u201c, um ein Roma-Inklusion zu erreichen.<a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/04\/opre-roma-thaj-romnja-reflexionen-aus-der-oesterreichischen-roma-bewegung\/#_ftn17\">[17]<\/a>\n Auch AkteurInnen der Roma-Zivilgesellschaft unterstreichen, dass die \nbisherigen Ma\u00dfnahmen und Bem\u00fchungen, die auf die Verbesserung der \nSituation der Roma abzielen, nur beschr\u00e4nkt erfolgreich waren, da sie \ndie \u00dcberwindung von Stigmatisierungen in der Mehrheitsgesellschaft nicht\n ber\u00fccksichtigten. In diesem Sinne sollen auch die Ergebnisse der \neurop\u00e4ischen ExpertInnen-Konferenz zum Antiziganismus, die das \nBundeskanzleramt im Rahmen des \u00d6sterreichischen EU-Vorsitzes am 27. \nNovember 2018 in Wien abgehalten hat, der Europ\u00e4ischen Kommission f\u00fcr \nden erweiterten Ansatz zur Roma-Inklusion Post-2020 dienen.<a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/04\/opre-roma-thaj-romnja-reflexionen-aus-der-oesterreichischen-roma-bewegung\/#_ftn18\">[18]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>2018 feierten die Roma in \u00d6sterreich 25 Jahre  Anerkennung als Volksgruppe. Auch wenn dieser wichtige Schritt im  Vergleich zu anderen Gruppen in \u00d6sterreich versp\u00e4tet kam und erst  erk\u00e4mpft werden musste, so hat sich r\u00fcckblickend in den letzten 25  Jahren doch sehr viel getan und die beteiligten AkteurInnen haben viele  ihrer Forderungen erreicht und waren gestalterisch aktiv beteiligt, um  diese umzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die gegenw\u00e4rtige Roma-Bewegung zeigt eine gro\u00dfe Dynamik und viel  kreatives Potential. Dies ist einerseits auf die Beteiligung der  j\u00fcngeren Generation, aber auch auf die vielen engagierten  Roma-K\u00fcnstlerInnen wie auch vieler Roma-Frauen und -M\u00e4nner, die sich in  anderen Bereichen professionalisiert haben und sich einbringen, sowie  auf neue Allianzen in \u00d6sterreich oder \u00fcber \u00d6sterreich hinaus  zur\u00fcckzuf\u00fchren. Dies hat auch zu einer vielf\u00e4ltigen Repr\u00e4sentation  gef\u00fchrt, die weit \u00fcber bestehende Vertretungsorganisationen hinausgeht.  Prominentes Beispiel daf\u00fcr ist der Musiker Harri Stojka mit seinen  Aktivit\u00e4ten im Rahmen des Vereins <em>Voice of Diversity<\/em>, der durch  Vermittlung von Roma-Kunst und Kultur auch in Zusammenarbeit mit  anderen Kunstschaffenden eine breite \u00d6ffentlichkeit erreichen konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Oder die Schauspielerinnen Sandra und Simonida  Selimovi\u0107, die mit ihrer Theaterarbeit wie z.B. mit dem St\u00fcck \u201eRoma  Armee\u201c mit g\u00e4ngigen Klischees \u00fcber Roma brechen, aber auch g\u00e4ngige  Geschlechterrollen und Zuweisungen in Frage stellen. Wichtige Impulse  kommen auch von der j\u00fcngeren Generation, die die Neuen Medien kreativ  f\u00fcr die Mobilisierung ihrer Interessen zu nutzen wei\u00df, wie etwa  romblog.at, und oftmals \u00fcber die Grenzen hinaus agiert. So hat etwa die  Europ\u00e4ische Roma-Jugendbewegung <a href=\"http:\/\/www.ternype.eu\/\"><em>ternYpe<\/em><\/a>,  die sich um die Initiative f\u00fcr einen Europ\u00e4ischen Gedenktag am 2.  August f\u00fcr die Opfer des NS-V\u00f6lkermordes gebildet hat, auch die  \u00f6sterreichische Roma-Jugend inspiriert, neue Allianzen zu schmieden.  Gemeinsam mit der J\u00fcdischen Hochsch\u00fclerInnenschaft und VertreterInnen  anderer Religionsgemeinschaften wie auch mit Familienangeh\u00f6rigen  \u00fcberlebender Roma gestalteten Roma-Jugendliche in den letzten Jahren am  2. August am Ceija-Stojka-Platz in Wien eine Gedenkfeier und forderten  ein zentrales Mahnmal f\u00fcr den V\u00f6lkermord an den Roma.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/05_Sandra.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1878\" width=\"568\" height=\"746\" srcset=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/05_Sandra.jpg 676w, https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/05_Sandra-228x300.jpg 228w, https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/05_Sandra-520x683.jpg 520w\" sizes=\"(max-width: 568px) 100vw, 568px\" \/><figcaption>Sandra Selimovi\u0107 in \u201eRoma Armee\u201c, Maxim-Gorki-Theater Berlin und Volkstheater Wien, 2018.<br>\u00a9 Esra Rotthoff<br><br><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Es bedarf noch einiger Anstrengungen und eines  mutigen politischen Willens, um gleiche Rechte und M\u00f6glichkeiten f\u00fcr  alle Roma in \u00d6sterreich und Europa sicherzustellen. Die letzten drei  Dekaden haben aber gezeigt, dass das bisherige Engagement Erfolge zeigt.  Vor allem die immer gr\u00f6\u00dfer werdende Zahl von kompetenten Roma-Frauen  wie -M\u00e4nnern und der jungen Generation beweist, dass, wenn die  M\u00f6glichkeiten gegeben sind, Roma bereit sind, sich erfolgreich f\u00fcr die  Gemeinschaft wie auch die Gesellschaft insgesamt einzubringen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<h4><strong>Timeline<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<ul><li>Oktober 1984 Bundespr\u00e4sident Kirchschl\u00e4ger enth\u00fcllt das Mahnmal  f\u00fcr die Roma-Opfer, die in das Zwangsarbeitslager \u201eZigeunerlager\u201c  Lackenbach interniert und von dort weiter deportiert wurden<\/li><li>1988  Ceija Stojka, Lovarkina und Auschwitz-\u00dcberlebende, ver\u00f6ffentlicht ihr  Buch \u201eWir leben im Verborgenen. Erinnerungen einer Rom-Zigeunerin\u201c<\/li><li>1988 Gedenkjahr \u00d6sterreich, Bundeskanzler Franz Vranitzky erkennt offiziell den NS-V\u00f6lkermord an den Roma an<\/li><li>1989 Gr\u00fcndung des Vereins Roma in Oberwart, Burgenland<\/li><li>1991 Gr\u00fcndung des Kulturvereins \u00f6sterreichischer Roma in Wien unter Federf\u00fchrung von Rudolf Sark\u00f6zi<\/li><li>1991 Gr\u00fcndung des Vereines Romano Centro in Wien, der f\u00fcr alle in \u00d6sterreich vertretenen Roma-Gruppen eintritt<\/li><li>1992  Der Kulturverein \u00f6sterreichischer Roma und der Oberwarter Verein Roma  \u00fcbermitteln eine Petition zur Anerkennung der Roma als Volksgruppe an  die Mitglieder der Bundesregierung<\/li><li>Dezember 1993 Anerkennung der  Roma als 6. Volksgruppe in \u00d6sterreich im Hauptausschuss des  Nationalrates (erlangt am 23. Dezember 1993 Rechtskraft)<\/li><li>In der  Nacht vom 4. auf den 5. Februar 1995 Rohrbomben-Attentat auf die  Einwohner der Roma-Siedlung in Oberwart, Burgenland, das vier Menschen  das Leben kostet September 1995 Konstituierung des Volksgruppenbeirates  der Roma<\/li><li>1995 Erste Publikation in Roman: die Alphabetfibel \u201eAmen Roman Pisinas\u201c (\u201eWir schreiben Roman\u201c)<\/li><li>2003 Die OSZE-Mitgliedstaaten beschlie\u00dfen den Aktionsplan zu Verbesserung der Lage der Roma und Sinti im OSZE-Raum<\/li><li>2011  Der Europ\u00e4ische Rat beschlie\u00dft den EU-Rahmen f\u00fcr nationale Strategien  zur Integration der Roma bis 2020. \u00d6sterreich verpflichtet sich, diese  mit der \u00f6sterreichischen Strategie zur Fortf\u00fchrung der Inklusion der  Roma in \u00d6sterreich umzusetzen<\/li><li>Februar \u2013 17. Mai 2015 \u201eRomane  Thana \u2013 Orte der Roma und Sinti\u201c: Ausstellung im Wien Museum (eine  Kooperation von Romano Centro, Initiative Minderheiten, Landesmuseum  Burgenland und Wien Museum)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h4><strong>Weblinks<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.romane-thana.at\/index.php\">Romane Thana \u2013 Orte der Roma und Sinti<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.roma-service.at\/mrihist-ausgaben.shtml\">Mri Historija (Lebensgeschichten burgenl\u00e4ndischer Roma, Die Zeitzeugen-Dokumentation von Roma-Service)<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.coe.int\/t\/dg4\/education\/roma\/histoculture_EN.asp\" class=\"broken_link\">Fact Sheets on Romani history, culture and language (in English and German)<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.romasintigenocide.eu\/de\/home\">Das Schicksal der europ\u00e4ischen Roma und Sinti w\u00e4hrend des Holocausts<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<h4><strong>Vereine und Initiativen<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/verein-karika.jimdo.com\/\" class=\"broken_link\">Verein Karika \u2013 F\u00fcr Roma und Sinti<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.kv-roma.at\">Kulturverein \u00d6sterreichischer Roma<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.igkultur.at\/mitglieder\/phurdo-zentrum-roma-sinti\" class=\"broken_link\">Phurdo Salzburg, Zentrum Roma-Sinti<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.romano-centro.org\">Romano Centro<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.roma-service.at\/\">Roma-Service<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.voiceofdiversity.at\/\">Voice of diversity<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.bundeskanzleramt.gv.at\/roma-strategie\" class=\"broken_link\">\u00d6sterreichische Strategie zur Inklusion der Roma<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/romaniprojekt.uni-graz.at\/\">[romani] Projekt (Dokumentation zu den Varianten der Sprache der Roma)<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/volksgruppen.orf.at\/\">ORF Volksgruppenredaktion<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<h4><strong>Zur Menschenrechtssituation der Roma in Europa<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/fra.europa.eu\/de\/theme\/roma\">Agentur der Europ\u00e4ischen Union f\u00fcr Grundrechte<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.romano-centro.org\/downloads\/Antiziganismus_in_Oesterreich_2015-2017_web.pdf\">Antiziganismus in \u00d6sterreich<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/info\/policies\/justice-and-fundamental-rights\/combatting-discrimination\/roma-and-eu\/roma-integration-eu-countries_en\" class=\"broken_link\">Europ\u00e4ische Union und Roma<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.errc.org\/\">European Roma Rights Center<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=KgWMj5ULlmw\">I am a Romano Women \u2013 Regional Campaign (Video) <\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Sd-1zBPwV3I\">Member of European Parliament Soraya Post on Roma (Video) \u201eNobody wants to live like cattle<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<h4><strong>Fu\u00dfnoten<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/04\/opre-roma-thaj-romnja-reflexionen-aus-der-oesterreichischen-roma-bewegung\/#_ftnref1\">[1]<\/a>\n Im Text wird der Begriff Roma als \u00dcberbegriff f\u00fcr alle Gruppen, die in \n\u00d6sterreich leben, verwendet. Bei Ereignissen, die eine spezifische \nRoma-Gruppe betreffen, etwa Lovara, Sinti, Burgenland-Roma etc., wird \ndiese angegeben.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/04\/opre-roma-thaj-romnja-reflexionen-aus-der-oesterreichischen-roma-bewegung\/#_ftnref2\">[2]<\/a> Details siehe: <a href=\"http:\/\/rombase.uni-graz.at\/\">ROMBASE <\/a>\u2013 Didactically edited information on Roma.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/04\/opre-roma-thaj-romnja-reflexionen-aus-der-oesterreichischen-roma-bewegung\/#_ftnref3\">[3]<\/a>\n Zu den autochthonen Roma-Gruppen in \u00d6sterreich z\u00e4hlen die \nBurgenland-Roma, Sinti und Lovara. Im Zuge der Migrationsbewegungen \nkamen seit den 1960er Jahren auch andere Gruppen, vor allem aus dem \nGebiet des ehemaligen Jugoslawien, nach \u00d6sterreich \u2013 etwa die Kaldera\u0161, \nGurbet, Arlije und andere, die zahlenm\u00e4\u00dfig keine gro\u00dfe Bedeutung haben. \nF\u00fcr Details zu den bekannten Gruppen in Europa siehe <a href=\"https:\/\/www.coe.int\/t\/dg4\/education\/roma\/histoculture_EN.asp\" class=\"broken_link\">Council of Europe<\/a>: Pedagogical Fact Sheets on Roma History, Culture and Language.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/04\/opre-roma-thaj-romnja-reflexionen-aus-der-oesterreichischen-roma-bewegung\/#_ftnref4\">[4]<\/a> Karoly, Mirjam: Roma in \u00d6sterreich. Zur Genese einer Minderheit, Diplomarbeit, Wien 1998.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/04\/opre-roma-thaj-romnja-reflexionen-aus-der-oesterreichischen-roma-bewegung\/#_ftnref5\">[5]<\/a>\n Siehe insbesondere die Dokumentarfilme von Melanie Spitta und Katrin \nSeybold: Schimpft uns nicht Zigeuner (1980) und Es ging Tag und Nacht, \nliebes Kind: Zigeuner (Sinti) in Auschwitz (1982).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/04\/opre-roma-thaj-romnja-reflexionen-aus-der-oesterreichischen-roma-bewegung\/#_ftnref6\">[6]<\/a>\n Die erste Monographie zu dem Thema erschien 1966 von einer \nMitarbeiterin des Dokumentationsarchivs des \u00d6sterreichischen \nWiderstandes. Siehe Steinmetz, Selma: \u00d6sterreichs Zigeuner im NS-Staat. \nEuropaverlag, Wien 1966.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/04\/opre-roma-thaj-romnja-reflexionen-aus-der-oesterreichischen-roma-bewegung\/#_ftnref7\"><strong>[7]<\/strong><\/a>\n Wichtige Arbeit leisteten dabei Miriam Wiegele mit ihrer \njournalistischen Arbeit zu Roma in Oberwart, Claudia Mayerhofer mit \nihrem historischen Abriss zur Geschichte der Roma in \u00d6sterreich und mit \ndem Buch: Dorfzigeuner: Kultur und Geschichte der Burgenland-Roma von \nder Ersten Republik bis zur Gegenwart, Picus Verlag, Wien 1987 und vor \nallem Ursula Hemetek mit ihrer angewandten und langj\u00e4hrigen \nForschungsarbeit zu Roma-Musik. Auf dem Gebiet der Sprachforschung hat \nvor allem Mozes F. Heinschink gro\u00dfe Pionierarbeit geleistet.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/04\/opre-roma-thaj-romnja-reflexionen-aus-der-oesterreichischen-roma-bewegung\/#_ftnref8\">[8]<\/a> Siehe Samer, Helmut: Die Roma von Oberwart, edition lex liszt, Oberwart 2001.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/04\/opre-roma-thaj-romnja-reflexionen-aus-der-oesterreichischen-roma-bewegung\/#_ftnref9\">[9]<\/a>Siehe\n Halwachs, Dieter, W.: Das \u00d6sterreichische Romani-Projekt, in: Romane \nThana. Orte der Roma und Sinti, Wien Museum, Landesmuseum Burgenland, \nInitiative Minderheiten und Romano Centro (Hrsg), Czernin Verlag, Wien \n2015, S. 190ff. F\u00fcr Details siehe <a href=\"http:\/\/romaniprojekt.uni-graz.at\/\">[romani] Projekt der Karl Franzens Universit\u00e4t Graz<\/a>.\n Das Projekt und die Standardisierung des Burgenland-Romans wurde unter \nder Leitung von Prof. Dr. Dieter W. Halwachs durchgef\u00fchrt. Das gr\u00f6\u00dfte <a href=\"https:\/\/www.oeaw.ac.at\/phonogrammarchiv\/forschung\/ethnomusikologie-und-musikhistorische-forschung\/musik-und-oraltraditionen-von-roma\/\">Archiv zu Tondokumenten von Musikkultur und Erz\u00e4hltradition der Roma<\/a> befindet sich im Phonogrammarchiv der \u00d6sterreichischen Akademie der Wissenschaften.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/04\/opre-roma-thaj-romnja-reflexionen-aus-der-oesterreichischen-roma-bewegung\/#_ftnref10\">[10]<\/a>\n In den n\u00e4chsten zwei Dekaden sollten etliche Vereine folgen, vor allem \nauch in Wien. Insgesamt gab es \u00fcber 15 unterschiedliche Vereine, nicht \nalle konnten sich aber konsolidieren. Hier wird nur auf die gegenw\u00e4rtig \naktiven und gr\u00f6\u00dferen Vereine, die sich \u00fcber die Jahre auch konsolidiert \nhaben, eingegangen.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/04\/opre-roma-thaj-romnja-reflexionen-aus-der-oesterreichischen-roma-bewegung\/#_ftnref11\">[11]<\/a> OSZE-Ministerratsbeschluss MC.DEC\/3\/03\/: Aktionsplan zur Verbesserung der Lage der <a href=\"https:\/\/www.osce.org\/de\/odihr\/17556?download=true\">Roma im OSZE-Gebiet<\/a>, Maastricht 2003.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/04\/opre-roma-thaj-romnja-reflexionen-aus-der-oesterreichischen-roma-bewegung\/#_ftnref12\">[12]<\/a> Details zur Dekade zur Inklusion der Roma und zur Folgeinitative <a href=\"https:\/\/www.rcc.int\/romaintegration2020\/romadecade\">Roma-Integration 2020<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/04\/opre-roma-thaj-romnja-reflexionen-aus-der-oesterreichischen-roma-bewegung\/#_ftnref13\">[13]<\/a>Europ\u00e4ische Kommission: <a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/LexUriServ\/LexUriServ.do?uri=COM:2011:0173:FIN:DE:PDF\">Mitteilung\n der Kommission an das Europ\u00e4ische Parlament, den Rat, den Europ\u00e4ischen \nWirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen<\/a> \u2013 EU-Rahmen f\u00fcr nationale Strategien zur Integration der Roma bis 2020, Br\u00fcssel, 5.4.2011.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/04\/opre-roma-thaj-romnja-reflexionen-aus-der-oesterreichischen-roma-bewegung\/#_ftnref14\">[14]<\/a> Details zur <a href=\"https:\/\/www.bundeskanzleramt.gv.at\/themen\/volksgruppen\/roma-strategie.html\">Roma-Strategie<\/a> in \u00d6sterreich.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/04\/opre-roma-thaj-romnja-reflexionen-aus-der-oesterreichischen-roma-bewegung\/#_ftnref15\">[15]<\/a><a href=\"http:\/\/antigypsyism.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Grundlagenpapier-Antiziganismus-Version-16.06.2017.pdf\" class=\"broken_link\"> Allianz gegen Antiziganismus: Antiziganismus<\/a> \u2013 Grundlagenpapier. Juni 2017.<\/p>\n\n\n\n<p>In \u00d6sterreich hat<a href=\"http:\/\/www.romano-centro.org\/\"> Romano Centro<\/a> 2015 und 2017 Falldokumentationen zu Antiziganismus ver\u00f6ffentlicht. <a href=\"http:\/\/www.romano-centro.org\/downloads\/Antiziganismus_in_Oesterreich_2015-2017_web.pdf\">Antiziganimus in \u00d6sterreich \u2013 Falldokumentation 2015\u20132017. Wien 2017<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/04\/opre-roma-thaj-romnja-reflexionen-aus-der-oesterreichischen-roma-bewegung\/#_ftnref17\">[17]<\/a> <a href=\"https:\/\/fra.europa.eu\/en\/publication\/2018\/persisting-concern-anti-gypsyism-barrier-roma-inclusion\">EU Fundamental Rights Agency<\/a>: <em>A persisting concern: anti-Gypsyism as a barrier to Roma inclusion<\/em>, April 2018.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/2019\/04\/opre-roma-thaj-romnja-reflexionen-aus-der-oesterreichischen-roma-bewegung\/#_ftnref18\">[18]<\/a> Siehe: <a href=\"https:\/\/www.eu2018.at\/de\/calendar-events\/political-events\/BKA-2018-11-27-Konferenz-zu-Antiziganismus.html\">Expertinnen- und Expertenkonferenz zu Antiziganismus<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<p><em><strong>Mirjam Karoly<\/strong>, Politologin, leitete bis August 2017 die <a href=\"https:\/\/www.osce.org\/de\/roma-and-sinti\" class=\"broken_link\">OSZE-Kontaktstelle f\u00fcr Roma-und-Sinti-Fragen<\/a>\n beim B\u00fcro f\u00fcr Menschenrechte und Demokratisierung in Warschau; \nstellvertretende Vorsitzende des Beirates der Roma in \u00d6sterreich, \nVorstandsmitglied von Romano Centro und des <a href=\"http:\/\/www.errc.org\/\">European Roma Rights Center<\/a>.<\/em><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1971 kamen in London RomavertreterInnen aus 14 L\u00e4ndern Europas zum ersten Internationalen Roma-Kongress zusammen. Sie legten das Lied \u201eGelem, Gelem\u201c als gemeinsame Roma-Hymne fest und einigten sich auf eine Roma-Flagge, um gemeinsam f\u00fcr die Interessen und Rechte der Roma in&#46;&#46;&#46;<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":5171,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1,16],"tags":[],"distributor_meta":false,"distributor_terms":false,"distributor_media":false,"distributor_original_site_name":"Initiative Minderheiten","distributor_original_site_url":"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5494"}],"collection":[{"href":"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5494"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5494\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5748,"href":"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5494\/revisions\/5748"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5171"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5494"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5494"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/initiative.minderheiten.at\/wordpress\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5494"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}