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„Rodimos e kamlipesko / Liebesforschung“

Im Jahr 2006 wurde in Kooperation mit dem Verein Romani dori im dieTheater Künstlerhaus das dreisprachige Roma-Theaterstück „Liebesforschung / Istraživanje ljubavi / Rodimos e kamlipesko“ aufgeführt.

„Ein groteskes Melodram in prekären Zonen, ein dreisprachiges Theaterstück mit viel Musik, das die vom Arbeitsmarkt verschmähte Arbeitskraft und Intelligenz von zumeist aus Ex-Jugoslawien geflüchteten Roma in den Dienst des Vergnügens stellt. Wer liebt wen warum und wie? Diese Fragen werden den Abdruck des Stiefels der Diskriminierung im weichen Matsch der Liebesillusionen nachzeichnen.“ (Presseaussendung)

Aufführung von Rodimos e kamlipesko / Liebesforschung im dieTheater Künstlerhaus, 2006
  • Regie: Tina Leisch
  • Projektkoordination: Ljubomir Bratić, Cornelia Kogoj (Initiative Minderheiten) und Boban Stojkov (Romani dori)
  • Darsteller_innen/ glumci i glumice: Sandra Selimović, Matilda Leko, Elisabeth Löffler, Ana Stefanović, Radiša Barbul, Lisa Mrsić, Robert Janković, Saša Barbul, Želko Novakov, Bobana Stojkov, Melisa Marković, Simonida Jovanović, Zoran Radu, Vladimir Marković, u.a.
  • Musik: Harri Stojka Gipsysoul mit Matilda Leko, Goran Elvis & Meneka
  • Text: Ljubomir Bratić, Slavomir Boban Stojkov, Tina Leisch
  • Choreographie: Zoran Bogdanović
  • Bühnenbild: Gudrun Lenk-Wane
  • Regieassistenz und Schauspieltraining: Ana Stefanović
  • Produktionsassistenz: Eva Moschitz
  • Kostüme: Adam Bryjka

Plakat Liebesforschung

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Die andere Hymne. Minderheitenstimmen zum Nationalfeiertag

Am 26. Oktober 2005 präsentierte die Initiative Minderheiten anlässlich des österreichischen Nationalfeiertags in der Sargfabrik in Wien inoffizielle „Minderheitenhymnen“. Identitätslieder verschiedenster Minderheitengruppen – bearbeitet, verfremdet oder parodiert. Mit kreativen Mitteln wurden Nationalismen hinterfragt und Gegenstimmen propagiert.

  • Konzept und Ausführung: Ursula Hemetek

Mitwirkende:

  • Die burgenländisch-kroatische Rockgruppe Bruji, Alexandra Tehovnik & Co., die Kärntner-slowenische Rockgruppe Bališ, das Romaensemble Ruža Nikolić Lakatos, der Chor des Klubs slowenischer Studentinnen und Studenten in Wien / Zbor kluba slovenskih študentk in študentov na Dunaja (Klavier: Harald Huber), das Tuğlu-Tırpan-Project & guests

Komponist_innen und Autor_innen:

  • Alle Mitwirkenden sowie Helga Pankratz (für die Lesben- und Schwulenhymne) und Erwin Riess (für die Behindertenhymne)
  • Chor Arrangement: Harald Huber
  • In Kooperation mit der Grünen Bildungswerkstatt Minderheiten, den Österreichischen Dialektautor_innen und dem Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

Klanggesetz. Vertonung des Art. 7

Die Initiative Minderheiten rief im Jahr 2000 Musiker_innen auf den Artikel 7 des Österreichischen Staatsvertrages von 1955, in dem die Rechte für die Slowenen und der Burgenlandkroaten festgeschrieben sind, zu vertonen. Über 40 Einsendungen aus den verschiedensten Musikbereichen – von Popularmusik über Klangcollagen bis zur zeitgenössischen Musik – wurden von einer Jury, die aus Lehrenden der Musikuniversität und Musikjournalist_innen bestand, bewertet.

Die Welturaufführung der besten 14 Werke und die Preisverleihung fanden am 18. Oktober 2000 im Schloß Esterházy in Eisenstadt statt.

  • Konzept und Ausführung: Ursula Hemetek

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Subtitle. Kulturproduktionen von Minderheiten zwischen Ethnisierung und Politik

Am 29. und 30. Oktober 2004 organisierte die Initiative Minderheiten in der Wiener Hauptbücherei am Gürtel die Veranstaltung „Subtitle. Kulturproduktionen von Minderheiten zwischen Ethnisierung und Politik“. Nach Konzepten von Martina Böse, Petja Dimitrova, Ursula Hemetek und Cornelia Kogoj wurden auf vier Panels Artikulationen von Migrations- und Minderheitenfragen im Film, in Literatur, Musik und Kunst verhandelt.

Folder subtitle


Literarische Archive. Minderheiten- und MigrantInnenliteraturen und Geschichtsschreibung

Am 6., 13. und 20. März 2007 fand im Wiener Literaturhaus die Veranstaltungsreihe „Literarische Archive. Minderheiten- und MigrantInnenliteraturen und Geschichtsschreibung“ statt, in der folgende Fragen im Fokus standen:

  • Wie übersetzen AutorInnen mit Minderheiten- und Migrationshintergrund Geschichte und wie führen sie diese in die Gegenwart?
  • Wie werden Erfahrungen von Diskriminierung, Rassismus und Emigration erlebt und in Sprache und Literatur geformt?
  • Welche Leerstellen füllt diese Literatur in der Geschichtsschreibung aus?
  • Was kann Literatur, was Geschichte nicht vermag?
  • Und wie kann Geschichte aus einer diasporischen, postmodernen Perspektive erzählt werden?

Dienstag, 6. März 2007

  • Stefan Horvath („Katzenstreu“) im Gespräch mit Mirjam Karoly (Politologin und Romaexpertin)

Dienstag, 13. März 2007

  • Sun-ju Choi („zuhause – Erzählungen“) im Gespräch mit Vlatka Frketić (Theoretikerin und Migrationsexpertin)

Dienstag, 20. März 2007

  • Vladimir Vertlib („Das besondere Gedächtnis der Rosa Masur“, „Geschichte aus Minderheitenperspektive“) im Gespräch mit Peter Schwarz (Leiter von ESRA)
  • Kuratierung Silvia Bartl (Literaturhaus), Cornelia Kogoj (Initiative Minderheiten)

Folder Literarische Archive


Internationale Sommerhochschule

„Minderheiten und Medien“

Im Jahr 1991 organisierte die Initiative Minderheiten im Rahmen ihres Jahresschwerpunkts die Internationale Sommerhochschule „Minderheiten und Medien“, die vom 19.–27. Juli 1991 in Wien stattfand. 34 Migrant_innen- und Volksgruppenjugendliche aus den Niederlanden, Deutschland, Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Österreich nahmen daran teil, um ein Journalismustrainee-Programm in den Sparten Fernsehen, Radio, Zeitung und Internet zu absolvieren.

  • Konzept und Umsetzung: Hakan Gürses, Cornelia Kogoj und Katja Weiss