Romane Thana. Orte der Roma und Sinti

Das Romano Centro und die Initiative Minderheiten realisierten im Jahr 2015 in Kooperation mit dem Wien Museum und dem Landesmuseum Burgenland die Ausstellung „Romane Thana. Orte der Roma und Sinti“. Ausgehend von aktuellen Fragestellungen gab „Romane Thana“ Einblicke in die Lebenssituationen von Roma und Sinti in Österreich und erzählte deren Geschichte und Geschichten entlang räumlicher Orientierung.

Im Mittelpunkt standen die Beiträge von zwölf Autor_innen aus den Communites zu den von ihnen gewählten Orten: die seit dem 18. Jahrhundert bestehenden Siedlungen der Burgenland-Roma ebenso wie traditionelle Plätze in Wien oder Zwangsorte der Verfolgung. Geschätzte 90% der österreichischen Roma wurden in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten ermordet. Die wenigen Überlebenden standen nach 1945 vor dem Nichts und wurden systematisch diskriminiert. Etliche zogen nach Wien, auch in der Hoffnung dort nicht erkennbar zu sein. Der überwiegende Teil der heute in Österreich lebenden Roma und Sinti kam als Arbeitsmigrant_innen aus Ost- und Südosteuropa (vor allem aus Serbien, Bosnien und dem Kosovo, später auch aus Rumänien, Bulgarien und der Slowakei).

Die Ausstellung wurde danach im Landesmuseum Burgenland und im Vorarlberg Museum gezeigt.

Plakatfoto: Barka Emini, 1999, © Barka Emini, privat

  • Kurator_innen: Andrea Härle (Romano Centro) / Cornelia Kogoj (Initiative Minderheiten) / Werner Michael Schwarz und Susanne Winkler (Wien Museum) / Michael Weese (Landesmuseum Burgenland)

Ausstellungsdauer:
Wien Museum 12. Februar – 17. Mai 2015
Landesmuseum Burgenland 14. April – 11. November 2016
Vorarlberg Museum 25. Mai – 08. Oktober 2017

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Unterrichtsmaterialien für Schulen

Fotos Vorarlberg Museum

Ausstellungsfolder

Katalog

  • Romane Thana. Orte der Roma und Sinti
  • Herausgegeben von Andrea Härle / Cornelia Kogoj / Werner Michael Schwarz / Michael Weese / Susanne Winkler
  • Erschienen: Jänner 2015 im Czernin Verlag