NACH DER FLUCHT. Aus Ex-Jugoslawien nach Wien – Geschichten von Geflüchteten in den 1990er Jahren.

Podiumsdiskussion im Rahmen der Ausstellung:
„De-facto-Unterstützung. Zwischen Aufruf zur Hilfe und Forderung nach Einwanderungsstopp“

Dienstag, 22. September 2020, 19:00 Uhr (aufgrund von Covid-19 beschränkte Teilnehmer*innenzahl; ab 18:30 werden Zählkarten im 3. OG ausgegeben; KEINE Anmeldung möglich)
Hauptbücherei am Gürtel, Wien, Urban-Loritz-Platz 2a

Mit:
Alma Zadić (Bundesministerin für Justiz), Helmut Schüller (ehem. Präsident der Caritas Österreich), Heide-Marie Fenzl (ehem. Leiterin der »Bosnier-Aktion« im Bundesministerium für Inneres), Marion Kremla (Mitarbeiterin bei der asylkoordination österreich) und Melisa Erkurt (Journalistin beim ORF Report)

Moderation: Olivera Stajić (Ressortleiterin & Kolumnistin beim Standard)

Begrüßung: Jürgen Czernohorszky (Stadtrat für Bildung, Integration und Jugend), Vida Bakondy und Amila Širbegović (Kuratorinnen), Cornelia Kogoj (Initiative Minderheiten)

Die zivilgesellschaftlichen und politischen Reaktionen auf die große Flüchtlingsbewegung im Sommer 2015 ließen viele an die Aufnahme von Kriegsvertriebenen aus dem ehemaligen Jugoslawien zu Beginn der 1990er Jahre denken. Damals gewährte der österreichische Staat mehr als 85.000 Schutzsuchenden aus Bosnien und Herzegowina auf unbürokratischem Wege vorübergehenden Schutz. Vor dem Hintergrund aktueller staatlicher Flüchtlingspolitik sprechen ehemalige Akteur*innen des Staates und der Zivilgesellschaft sowie Geflüchtete über Flucht und Politik damals und heute.

Bzgl. der Covid-Regeln gilt folgendes:

  • Die Anzahl der Sitzplätze ist beschränkt und es gibt keine Stehplätze
  • Ab ca. 18:30 Uhr werden Zählkarten ausgegeben
  • Wenn die maximale Besucher*innen-Zahl erreicht ist, können keine zusätzlichen Personen mehr eingelassen werden
  • Eine Voranmeldung ist aus organisatorischen Gründen NICHT möglich!

Programm.pdf

Ausstellungsdauer: 15. September bis 14. November 2020, Hauptbücherei am Gürtel, Wien

Eine Ausstellung von Vida Bakondy und Amila Širbegović für die Initiative Minderheiten, in Kooperation mit den Büchereien der Stadt Wien
Gefördert aus Mitteln der Stadt Wien – Integration und Diversität


Ausstellung: Nach der Flucht. Aus Ex-Jugoslawien nach Wien – Geschichten von Geflüchteten in den 1990er Jahren.

Nach der Flucht widmet sich den Geschichten von Menschen, die im Zuge des kriegerischen Zerfalls Jugoslawiens zu Beginn der 1990er Jahre aus ihrem Land flüchten mussten und in Wien ein neues Zuhause fanden. Mit über 100.000 aufgenommenen Kriegsflüchtlingen war Österreich ein zentraler Fluchtpunkt, wobei die größte Gruppe mit 85.000 Schutzsuchenden aus Bosnien und Herzegowina stammte. Ungefähr zwei Drittel von ihnen blieben dauerhaft in Österreich. 25 Jahre nach dem offiziellen Kriegsende in Bosnien spürt die Ausstellung anhand persönlicher Erinnerungsstücke den Biografien von 14 Wiener*innen nach. Die gezeigten Objekte schlagen eine Brücke zwischen ihrem Leben vor der Flucht und danach. Sie vermitteln Einblicke in individuelle Erfahrungen von Krieg, Flucht und Neubeginn