INNCONTRO Film Festival Innsbruck 05. – 07. 11. 2026

Rahmenprogramm: Ausstellung, Film und Gespräch

AUSSTELLUNG „Man will uns ans Leben“ Bomben gegen Minderheiten 1993–1996
ab Donnerstag 5. NOV 2026, 18:00 Uhr

Ort: Leokino Innsbruck, Anichstraße 36

Die Ausstellung handelt vom größten Fall rechtsterroristischer Gewalt im Österreich der Zweiten Republik. In den Jahren 1993 bis 1996 erschütterte eine Anschlagserie mit Briefbomben und Sprengfallen das Land. Eine umfassende historische Aufarbeitung der Terrorwelle und ihrer Folgen hat bis heute nicht stattgefunden.Die Anschläge hatten vier Tote, vier lebensgefährlich Verletzte und neun Verletzte zur Folge. Der Terror adressierte ausschließlich Minderheitenangehörige und ihre Unterstützer*innen.
Der folgenschwerste Anschlag fand im Februar 1995 im burgenländischen Oberwart statt, bei dem vier Roma-Angehörige einer Sprengfalle zum Opfer fielen. Josef Simon, Karl Horvath, Erwin Horvath und Peter Sarközi starben durch eine Explosion, als sie
eine Tafel mit der Inschrift „Roma zurück nach Indien!“ entfernen wollten.

Der im Rahmen des Inncontro Festivals präsentierte Inhalt stellt nur einen kleinen Ausschnitt der gesamten Ausstellung „Man will uns ans Leben“ Bomben gegen Minderheiten 1993–1996 dar.

Film und Gespräch: Die Möllner Briefe | Regie MARTINA PRIESSNER | DE 2025 | 96 MIN | OmeU
FREITAG 06. NOV 2026 | 17:00 UHR

Einführung Tina Nardai, Journalistin (Videobotschaft)
Filmgespräch mit Protagnonist Namik Arslan

Eine Ausstellung der Initiative Minderheiten Wien in Kooperation mit dem Volkskundemuseum Wien, dem kärnten.museum und dem Offenen Haus Oberwart (OHO)

Die Veranstaltung wird gefördert aus Mitteln des BMFWF – Erwachsenenbildung

Copyright: MARTINA PRIESSNER | Die Möllner Briefe

Copyright Filmstill: Die Möllner Briefe | DE 2025 | Regie: MARTINA PRIESSNER