Die aktuelle Ausgabe der Stimme PDF Print E-mail

STIMME Nr. 110/Frühling 2019
Recht versus rechts. Höchstgerichte als Hüter*innen der Minderheitenrechte

Die Entwicklung der Rechte marginalisierter Gruppen in Österreich geht in großem Ausmaß auf Höchstgerichtsurteile zurück. Allein die Geschichte der LGBTIQ-Bewegung in den vergangenen 20 Jahren könnte anhand der Urteile des Verfassungsgerichtshofs rekonstruiert werden.
Bei gesellschaftlich unbeliebten Themen warten Regierungen so lange mit Reformen, bis Einzelpersonen bei Höchstgerichten Beschwerde einlegen. Die richtungsweisenden Urteile der obersten Gerichte, welche die nicht verfassungs- bzw. menschenrechtskonformen Regelungen aufheben, setzen der Politik oft ihre Grenzen.
Ob wir uns auch weiterhin auf den Rechtsstaat verlassen können, ist angesichts der politischen Entwicklungen rund um Österreich nicht mehr selbstverständlich. Trend: Infragestellung der gerichtlichen Kontrolle staatlichen Handelns unter Berufung auf die erzielte Mehrheit bei den Wahlen.

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Radio Stimme aktuell PDF Print E-mail

Radio STIMME - Die Sendung der Initiative Minderheiten

Dienstag, 16.04.2019
20.00 Uhr, Orange 94.0 - das freie Radio in Wien

Weggesperrt – Strafvollzug und Knastkritik

Menschen, die Haftstrafen antreten, verschwinden meist aus der öffentlichen Wahrnehmung – und damit auch ihre Situation und ihre Rechte. Radio Stimme beleuchtet in der kommenden Sendung mehrere Aspekte dieser Institution: Im Retweet im ersten Teil der Sendung werden die im Strafvollzugsgesetz verankerte Arbeitspflicht, die schlechten Arbeitsbedingungen und Initiativen für deren Verbesserung thematisiert. Die Kämpfe um die Rechte der Menschen, die im Gefängnis leben, stehen auch im Mittelpunkt des zweitens Beitrags, der aus unserer Kooperation mit „juridikum zum Hören“ stammt. Ines Rössl spricht mit der Politikwissenschafterin Monika Mokre über die Gefangenengewerkschaft, den österreichischen Strafvollzug und die Institution Gefängnis. Schließlich geben wir im letzten Teil der Sendung mit einem weiteren Retweet der feministischen Kritik an Gefängnissen Raum und stellen Alternativen zum Wegsperren, wie etwa „Restorative Justice“ und „Transformative Justice“, vor.

Online Archiv: weltweit - jederzeit - http://www.radiostimme.at

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Die aktuelle Ausgabe der STIMME: Happy Birthday Freie Radios! PDF Print E-mail

STIMME Nr. 109/Winter 2018:
Happy Birthday Freie Radios! 20 Jahre Community-Medien in Österreich 

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Es sprach sich herum, es war plötzlich möglich: Radio machen! Wie viele andere, ergriff auch ich Anfang der 1990er Jahre die Chance, eine Radiosendung mitzugestalten. Einmal im Monat trafen wir uns zu viert und nahmen eine Audiokassette mit Informationen und Musik für die türkischsprachige Community auf. Nach vollendeter Arbeit übergaben wir diese an einen „Radiopiraten“, der für die Ausstrahlung sorgte. Wir waren zweisprachig und nannten die Sendung Kapıkule – wie den Grenzübergang zwischen der Türkei und Bulgarien.

Die ersten Piratensender waren in Österreich schon seit 1987 aktiv, bis 1992 gab es allein in Wien 25 Radiogruppen. 1993 stellten die Piratenradios ihre Arbeit ein, um sich auf die Legalisierung der Radioarbeit zu konzentrieren. Im selben Jahr wurde Österreich aufgrund des ORF-Monopols wegen „Einschränkung des Rechtes auf freie Meinungsäußerung“ vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt. Am 1. April 1998 schließlich ging Radio Orange 94.0 als erstes Freies Radio mit eigener Lizenz auf Sendung.
Heute nach 20 Jahren gestalten bundesweit rund 3000 Redakteur_innen in 14 Freien Radios und drei Community-TVs jährlich 146.000 Programmstunden – zumeist ehrenamtlich, gemeinnützig und werbefrei.

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Der Radiopreis der Erwachsenenbildung geht an Radio Stimme PDF Print E-mail

Herzliche Gratulation!
Julia Hofbauer von Radio Stimme - Die Sendung für KopfhörerInnen hat am 23.1.2019 in der Kategorie Bildung/Wissenschaft den Radiopreis der Erwachsenenbildung gewonnen! Den Beitrag „Mir lebn ejbig“ über musikalische Dokumente aus den Konzentrationslagern der Nazis gibt es hier nachzuhören:

Erinnern! Geschichte, vertont und erzählt

 
Tagung: „Gemeinsame Sache - Was eine Gesellschaft zusammenhält“ 15.11.2018, Linz PDF Print E-mail

Initiative Minderheiten, Verband Österreichischer Volkshochschulen (VÖV), lernraum.wien (Die Wiener Volkshochschulen), Volkshochschule Linz und Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaft der Universität Graz haben am 15. November 2018 im Wissensturm in Linz folgende Tagung veranstaltet:

„Gemeinsame Sache - Was eine Gesellschaft zusammenhält“

Mit Vorträgen von Mark Terkessidis - Harte Verhandlungen. Ist Wertepluralität eine Bedrohung für die
Demokratie? und Annette Sprung - Was kann Erwachsenenbildung zur gesellschaftlichen Kohäsion
beitragen? Ansätze und Spannungsfelder

ImageProgramm Tagung

Ähnliches Foto Eröffnungsreden von Cornelia Kogoj (Initiative Minderheiten) und Eva Schobesberger (Grüne Stadträtin, Linz)

Ähnliches Foto Vortrag Mark Terkessidis: - Harte Verhandlungen. Ist Wertepluralität eine Bedrohung für die
Demokratie?

ImageVortrag Annette Sprung: Was kann Erwachsenenbildung zur gesellschaftlichen Kohäsion
beitragen? Ansätze und Spannungsfelder

ImageVortrag von Lena Seewan: Werte zwischen Vielfalt und Konsens

Fotos von der Tagung