Veranstaltungskalender 2026
OKTOBER 2026
Auftaktveranstaltung zur Ausstellung: „Weil die ja nie zufrieden sind“ – 50 Jahre Volksgruppengesetz
Di, 27.10.2026 | 18:00 Uhr | hdgö – Haus der Geschichte Österreich, Neue Burg, Heldenplatz, 1010 Wien

kroatisch-deutsche. Hier 1992 die damalige Nationalratsabgeordnete Terezija Stojsits in Nova Gora/Neuberg
im Südburgenland. Foto: Petar Tyran
Die Initiative Minderheiten und das Haus der Geschichte Österreich laden ein zu einer Veranstaltung anlässlich des 50. Jubiläums der Unterzeichnung des Volksgruppengesetzes am 7. Juli 1976. Bis heute bildet es gemeinsam mit Artikel 7 des Staatsvertrags die rechtliche Grundlage für die österreichischen Volksgruppen.
Eröffnung: Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung
In Kooperation mit: hdgö – Haus der Geschichte Österreich
Gefördert von: BMFWF – Abt. Erwachsenenbildung
NOVEMBER 2026
Ausstellungseröffnung: „Weil die ja nie zufrieden sind“ – 50 Jahre Volksgruppengesetz
Do, 19.11.2026 | 18:30 Uhr | Museum Niederösterreich, Haus der Geschichte, Kulturbezirk 5, 3100 St. Pölten
Ausstellungslaufzeit: 20.11.2026 – 28.02.2027

Die Wanderausstellung „Weil die ja nie zufrieden sind“ – 50 Jahre Volksgruppengesetz beleuchtet die Entwicklung und aktuellen Herausforderungen der österreichischen Volksgruppenpolitik. Ausgangspunkt ist das 1976 beschlossene Volksgruppengesetz als zentrale Rechtsgrundlage für anerkannte Minderheiten. Thematisiert werden rechtliche Regelungen, der lange Kampf der Rom*nja um Anerkennung sowie der Ausschluss weiterer Gruppen.
Vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen – wie der Polizeimaßnahme am Gedenkort Peršmanhof, der Beschmierungen von zweisprachigen Ortstafeln in Kärnten/Koroška und im Burgenland/Gradišće/Őrvidék sowie der aktuellen Novellierung des Gesetzes – werden historische Perspektiven mit gegenwärtigen Debatten verbunden. Dabei wird zudem die Frage aufgeworfen, wie eine moderne und zukunftsorientierte Volksgruppenpolitik aussehen könnte.
In Kooperation mit: Museum Niederösterreich, Haus der Geschichte, kärnten.museum und 10. Bundesland – Die Grünen
Gefördert von: Zukunftsfonds der Republik Österreich, Bundeskanzleramt – Abt. Volksgruppen, BMWKMS – Abt. Kulturinitiativen
Festveranstaltung: „Visionär*innen und Pionier*innen“ anlässlich 35 Jahre Initiative Minderheiten und 30 Jahre Wiener Integrationspolitik
So, 29.11.2026 | 16:00 Uhr | Wappensaal des Wiener Rathauses, Friedrich-Schmidt-Platz 1, 1010 Wien

Die Stadt Wien – Integration und Diversität und die Initiative Minderheiten laden ein zur Festveranstaltung: „Visionär*innen und Pionier*innen“ anlässlich 35 Jahre Initiative Minderheiten und 30 Jahre Wiener Integrationspolitik
Ein Abend zum Feiern, Vernetzen und Danke sagen – für die Unterstützung und das Vertrauen über all die Jahre
DEZEMBER 2026
50 Jahre Volksgruppengesetz – Workshops, Ausstellungsführung und Präsentation von Unterrichtsmaterialien
Termin: 14. Dezember 2026, 16:00 bis 18:45 Uhr
Eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung „Was wir fordern!
Minderheitenbewegungen in Österreich“ und des Jahresschwerpunkts „50 Jahre
Volksgruppengesetz – Nationale Minderheiten in Österreich“.
Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Volksgruppengesetzes, das neben Artikel 7 des
Staatsvertrags von 1955 bis heute die zentrale rechtliche Grundlage der österreichischen
Minderheitenpolitik bildet, laden die Pädagogische Hochschule Wien, die Initiative Minderheiten,
ERINNERN:AT und die BAfEP Wien 10 zu einem Nachmittag mit Workshops, Ausstellungsführung
und Austausch ein.
Im Mittelpunkt stehen aktuelle Fragestellungen zu Minderheitenrechten in Österreich. Junge
Angehörige österreichischer Volksgruppen und Minderheiten vermitteln historische Zusammenhänge,
zeigen Kontinuitäten von Ausgrenzung und Anerkennung auf und diskutieren gegenwärtige
Herausforderungen. Die Workshops finden im Rahmen der Wanderausstellung „Was wir fordern!
Minderheitenbewegungen in Österreich“ statt. Unterrichtsmaterialien zum Thema werden
von ERINNERN:AT Wien präsentiert und werden interessierten Pädagog:innen zur Verfügung gestellt.
Veranstaltungsorte:
Workshops (16:00–17:30 Uhr)
Pädagogische Hochschule Wien
Grenzackerstraße 18, 1100 Wien
Ausstellungsführung und Abschlussprogramm (17:45–18:45 Uhr)
BAfEP Wien 10
Ettenreichgasse 45c, 1100 Wien
Workshop 1 „Warum ist der Peršmanhof ein so wichtiger Ort für die Kärntner Slowen:innen?“

16:00–17:30 Uhr | Workshop (PH Wien)
Ausgehend von der Polizeirazzia auf ein antifaschistisches Jugendcamp am Peršmanhof im Juli 2025
thematisiert der Workshop die Geschichte des Peršmanhofs als zentralen Erinnerungsort der Kärntner
Slowen:innen. Vermittelt werden die historischen Hintergründe des nationalsozialistischen Massakers
an der Familie Sadovnik im April 1945 sowie die Kämpfe der Kärntner Slowen:innen um
Anerkennung und Minderheitenrechte.
Workshopleitung: David Ressmann, Verein/Društvo Peršman und Klub der slowenischen Student:innen in Wien (KSŠŠD)
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Workshop 2 „Zwischen Anerkennung und Ablehnung: Burgenländisch-kroatische Geschichte im öffentlichen Raum?“

© APA/Privat
Anlass für den Workshop sind Beschädigungen zweisprachiger Ortstafeln im Burgenland im Frühjahr
2026. Ausgehend davon werden die Geschichte der burgenländisch-kroatischen Volksgruppe, die
Bedeutung des Artikels 7 des Staatsvertrags sowie die langjährigen Kämpfe um die Umsetzung
sprachlicher und kultureller Rechte behandelt.
Workshopleitung: Vera Buranits, Hrvatski akademski klub / Kroatischer Akademiker:innenklub – HAK
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Workshop 3 „Warum gibt es kein zentrales Denkmal für die im Porajmos ermordeten
Rom:nja und Sinti:zze?“

Foto: Renata Erich, © Romano Centro
Der Workshop widmet sich der Geschichte von Rom:nja und Sinti:zze, insbesondere der Verfolgung
während des Nationalsozialismus und den bis heute bestehenden Herausforderungen in der
Erinnerungskultur. Im Fokus stehen der Porajmos, die gesellschaftliche Aufarbeitung sowie die
Forderung nach einem zentralen österreichischen Denkmal für die Opfer.
Workshopleitung: Martha Darvas, Rom:nja-Aktivistin und Vorstandsmitglied der HÖR – Hochschüler:innenschaft Österreichischer Roma und Romnja
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17:45–18:15 Uhr | Führung durch die Ausstellung (BAfEP Wien 10)
„Was wir fordern! Minderheitenbewegungen in Österreich“
Führung mit der Kuratorin und Geschäftsführerin der Initiative Minderheiten, Cornelia Kogoj.
Die Ausstellung beleuchtet zentrale Kämpfe um Gleichberechtigung und Teilhabe in Österreich: von
den Auseinandersetzungen um zweisprachige Ortstafeln und Schulen über die Anerkennung von
Rom:nja und Sinti:zze als Volksgruppe bis zur Verabschiedung der UN-Behindertenrechtskonvention
und den Bemühungen gegen die Kriminalisierung von Homosexualität.
Zwölf Autor:innen aus unterschiedlichen Minderheiten und Volksgruppen präsentieren zentrale
Forderungen aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Ergänzt werden die Beiträge durch
Perspektiven junger Aktivist:innen. Die Ausstellung macht die Vielfalt minoritärer Bewegungen
sichtbar und verdeutlicht die gesellschaftliche Relevanz ihrer Anliegen.
18:15–18:45 Uhr | Präsentation und Diskussion
Präsentation der Unterrichtsmaterialien von ERINNERN:AT zum Jahresschwerpunkt
„50 Jahre Volksgruppengesetz – Nationale Minderheiten in Österreich“
Anschließend besteht im Rahmen einer Fragerunde die Möglichkeit zum Austausch mit den
Workshopleiter:innen sowie mit der Ausstellungskuratorin Cornelia Kogoj (Initiative Minderheiten).
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Zielgruppe: Der barrierefreie und kostenlose Workshop richtet sich vor allem an Erwachsenenbildner:innen aber auch an andere interessierte Personen.
Anmeldungen richten Sie bitte per Mail an christian.filko@phwien.ac.at
(Schulleitung als Zeichen der Genehmigung in CC setzen).
Teilnahmebestätigungen im Sinne des BMB können für Lehrpersonen und
pädagogisches Personal ausgestellt werden.
Gefördert von: BMFWF – Abt. Erwachsenenbildung
Wir bedanken uns bei unseren Unterstützer*innen und Kooperationspartner*innen:













Veranstaltungen Rückschau:
OKTOBER 2026
Fr, 16. und Sa, 17.10.2026 | Depot, Breite G. 3, 1070 Wien
Symposium: Die manipulierte Öffentlichkeit – Netz-Radikalisierung als Bedrohung für Demokratie und Minderheiten

Antisemitische, rassistische, rechtsextreme, islamophobe sowie frauen- und queerfeindliche Inhalte verbreiten sich besonders in sozialen Medien mit großer Dynamik und verstärken Hass und Gewalt gegen Minderheiten. Fake News sind zwar nicht neu, werden heute jedoch gezielt politisch eingesetzt und fördern gesellschaftliche Polarisierung.
Medienkompetenz gilt als zentrale Gegenmaßnahme. Ambiguitätstoleranz und Media Literacy stärken vor allem bei Jugendlichen die Resilienz gegen Desinformation. Zugleich braucht es strukturelle Antworten, etwa die Verantwortung klassischer Medien online sowie die Förderung alternativer Plattformen mit respektvoller Netiquette.
Im Zentrum dieses zweitägigen Symposiums steht die Frage, welche Gefahren von Desinformation und Radikalisierungsprozessen in sozialen Medien für die Demokratie sowie für Minderheiten ausgehen.
Unter anderem mit: Beate Hausbichler (Der Standard), Hannah Metzler (Psychologin und Neurowissenschafterin), Viktoria Kirner (die_chefredaktion), Eşim Karakuyu (Kollektiv Digital Storytelling von Unten), Eva Wackenreuther (ORF defacto).
In Kooperation mit dem depot
Gefördert von: BMFWF – Abt. Erwachsenenbildung und Österreichische Gesellschaft für politische Bildung (ÖGPB)
JUNI 2026
Di, 16.06.2026 | 18:30 Uhr | hdgö – Haus der Geschichte Österreich, Neue Burg, Heldenplatz, 1010 Wien
35 Jahre Initiative Minderheiten und STIMME: „Die 1990er Jahre – Umbruch und Aufbruch aus der Perspektive widerständiger Akteur*innen“ MEHR

© asylkoordination österreich
Mit: Anny KNAPP, asylkoordination österreich | Mirjam KAROLY, Romano Centro | Josef HASLINGER, Mitbegründer von SOS-Mitmensch | Doron RABINOVICI, Republikanischer Club | Margit REITER, Professorin für Zeitgeschichte an der Universität Salzburg | Ursula HEMETEK und Hakan GÜRSES, Initiative Minderheiten
Moderation: Vida BAKONDY, Historikerin
In Kooperation mit: hdgö
Gefördert von: BMFWF – Abt. Erwachsenenbildung
Di, 09.06.2026 | 18:00 Uhr | GB*Stadtteilbüro, Quellenstraße 149, 1100 Wien
Ausstellungseröffnung: „Was wir fordern! Minderheitenbewegungen in Österreich“ MEHR

In Kooperation mit: Gebietsbetreuung – Stadterneuerung
Die Wanderausstellung wurde 2021 gefördert von: BMFWF – Abt. Erwachsenenbildung
Sa, 13.06.2026 | Natterer-See-Weg 6, 6020 Innsbruck
Filmvorführung ihm Rahmen des Filmfestivals im Waldhüttl: „Dass wir ihre Stimmen weitertragen“ | Minderheitenkämpfe. Aktivismus und Erinnerung MEHR

In Kooperation mit: Filmfestival im Waldhüttl
Die Filmvorführung wird gefördert von: BMFWF – Abt. Erwachsenenbildung
Der Film wurde 2023 im Rahmen von SHIFT produziert. Zusätzliche Förderungen Filmproduktion: BMFWF – Abt. Erwachsenenbildung und Zukunftsfonds der Republik Österreich
MAI 2026
Fr, 08.05.2026 | 11:30 Uhr | Campus St. Pölten, 3100 St. Pölten
Filmvorführung im Rahmen der Aktionswoche Inklusion: „Dass wir ihre Stimmen weitertragen“ | Minderheitenkämpfe. Aktivismus und Erinnerung MEHR

Danach: Gespräch mit Ana Grilc (Filmprotagonistin)
In Kooperation mit: Aktionswoche Inklusion St. Pölten
Die Filmvorführung wird gefördert von: BMFWF – Abt. Erwachsenenbildung
Der Film wurde 2023 im Rahmen von SHIFT produziert. Zusätzliche Förderungen: BMFWF – Abt. Erwachsenenbildung und Zukunftsfonds der Republik Österereich

